Sonne – Wasser – Traumlandschaft

- Ein Reisebericht -

Bei dieser Überschrift an ein Ferienziel in weiter Ferne zu denken liegt eigentlich sehr nahe, aber es geht hier tatsächlich um eine Insel in Deutschland!

Angeregt durch viele positive Berichte - nicht nur in den Medien, sondern auch im Freundes- und Bekanntenkreis – haben wir uns entschlossen, in der diesjährigen Vorsaison die größte Insel Deutschlands zu besuchen.

Rügen, mit ihrem Ruf als Deutschlands schönste und Sonnenschein reichste Insel, hat tatsächlich sehr viel für den Urlauber zu bieten.

Trotz ihrer stattlichen Größe liegt kein Ort weiter als 7 km vom nächsten Wasser entfernt. Dafür sorgen etliche Seen und vor allem die Boddengewässer, mit denen Rügen reichlich gesegnet ist.

Wir verreisen lieber selbstorganisiert, statt pauschal zu buchen. Mit Hilfe eines einschlägigen Internetportals ging es einfach und schnell ein Ferienhaus anzumieten, das unseren Vorstellungen entsprach. Das Haus unserer Wahl fanden wir in Glowe, einem kleineren Badeort im Norden der Insel. Dicht an einem Strandzugang und nur 10 Minuten zu Fuß bis in den Ort, stand das Reet gedeckte Haus am Rand einer Ferienhaussiedlung. Alle Häuser waren neueren Datums und hatten diese typischen Dächer, was einen sehr harmonischen Eindruck machte.

Glowe selbst liegt am Anfang einer Nehrung mit dem nicht so schönen Namen Schaabe. Sie verbindet die Halbinseln Jasmund und Wittow auf der auch das berühmte Kap Arkona liegt, das von unserem Häuschen aus gut zu sehen war.

Die Schaabe bietet auf der Ostseeseite einen gepflegten Sandstrand von 8 km Länge. Er zieht sich in einem Bogen von Glowe nach Juliusruh, dem Strand von Altenkirchen. Auf der anderen Seite liegen der große Jasmunder und der Breeger Bodden. Glowe ist ein übersichtlicher Ferienort von der eher ruhigen Sorte. Man findet dort alles Notwendige für den täglichen Bedarf. Bei spezielleren Wünschen ist der Weg nach Sagard oder Sassnitz nicht sehr weit.

Das Angebot an Restaurants ist zwar nicht üppig, aber ausreichend. Uns hat besonders die Ostseeperle, die direkt am Ende der Promenade liegt, gut gefallen. Das Restaurant ist in einem futuristisch anmutenden Glasgebäude untergebracht. Man hat von dort, sowohl von drinnen, als auch von den Außenplätzen, einen schönen Ausblick auf die Ostsee und das Kap. Die Preise sind nicht die niedrigsten am Ort, aber durch die gute Qualität der Speisen durchaus angemessen.

Eine der großen Attraktionen der Insel ist ohne Zweifel der Nationalpark Jasmund, mit den berühmten Kreidefelsen, die man unbedingt gesehen haben muss.

Um zur Steilküste mit den Kreidefelsen zu gelangen kann man mehrere Wege wählen. Aber keiner ist direkt mit dem Auto zu erreichen. In Hagen gibt es einen riesigen Parkplatz, von dem aus ein Bus direkt zum Königstuhl fährt. Schöner ist es natürlich, die ca. 3 km durch den Buchenwald, vorbei am verwunschen erscheinenden Herthasee, unangestrengt zu laufen.

Noch schöner allerdings ist der Weg von Sassnitz, direkt an der Steilküste entlang, über die Wissower Klinken zum Königstuhl zu wandern. Das erfordert jedoch ein wenig Kondition. Diese Anstrengung wird aber reichlich durch phantastische Ausblicke belohnt!

Sassnitz ist ein größerer, geschäftiger Ort auf Rügen, der vor allem durch seinen Fährhafen, mit Verbindungen nach Skandinavien, dem Baltikum und St. Petersburg, bekannt ist. Eine verwegen erscheinende Fußgängerbrücke schwingt sich im eleganten Bogen von der Oberstadt hinunter in den Hafen.

Etwas gediegener und mondäner geht es im Seebad Binz zu, das alle Attribute eines Ostseebades aufweist. Von der obligatorischen Strandpromenade bis zur beeindruckenden Seebrücke: Alles vorhanden.

Wohin Sie auf dieser Insel auch fahren, jeder ihrer Orte hat seinen speziellen Reiz und ist sehenswert.

H.-M. B.

Sassnitz

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