Sonne pur

- Ein Reisebericht -

Immer wenn wir neue Urlaubspläne schmieden, erinnern wir uns gern an bereits vergangene. So zum Beispiel an die Pauschalreise im vergangenen Jahr, als wir zum dritten Mal am Sonnenstrand in Bulgarien waren. Wie immer ging es problemlos von Dresden nach Burgas. Auch der dann übliche Bustransfer verlief planmäßig, so dass wir gegen Mittag unser Hotel erreichten. Nach einer kurzen Anmeldung konnten wir gleich unser Zimmer beziehen. Vom Balkon bot sich uns ein herrlicher Blick auf das Meer und die großzügige Poolanlage. Etwas weiter entfernt sahen wir auch die Häuser von Altnessebar. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass die Beschreibung im Reisekatalog nicht ganz mit der Wirklichkeit übereinstimmte. Es war kein direkter Zugang vom Hotel zum Meer möglich. Doch wir fanden schnell eine geeignete Möglichkeit. Wir sind ganz einfach nach dem Bad im herrlich warmen Wasser immer gleich wieder zum Hotel zurück. Hier genossen wir es tagsüber die Sonne. Ab und zu beteiligten wir uns auch an den angebotenen Animationsprogrammen. Abends zog es uns dann meist Richtung Altnessebar. Hier konnte man durch die alten Gassen bummeln oder in einer der vielen Gaststätten ein Glas Wein genießen.

Natürlich wollten wir im Urlaub nicht nur auf der faulen Haut liegen. So haben wir uns an verschiedenen Ausflügen beteiligt. Die Piratenfahrt hat dabei besonders viel Spaß gemacht. Nachdem alle von ihren Hotels abgeholt waren, ging zum Hafen von Nessebar. Als jeder sein Plätzchen an Bord gefunden hatte, ging es los. Nun konnten wir die zahlreichen Hotelanlagen mal von Meer aus sehen. Vor dem anstehenden Mittagessen, frisch geräucherten Fisch und Salat sowie Weißbrot, konnten sich alle im kühlen Nass erfrischen. Am Nachmittag kamen dann, durch das plötzliche Auftauchen von Piraten, die Kinder auf ihren Spaß. So hatten alle ein unvergessliches Erlebnis.

Ein anderer Ausflug führte uns in den Süden des Landes. In einem bequemen, klimatisierten Reisebus mit deutscher Reiseleitung ging es teilweise am Meer entlang, aber auch durch das von karger Landwirtschaft geprägte Hinterland. Erstes Ziel war der nur 20 km lange Fluss Ropotamo. Dieser führt an seiner Quelle Süßwasser und wird dann immer salziger. Während der Bootsfahrt sollten wir auch Schildkröten sehen können, doch denen schien wahrscheinlich an diesem Tage zu wenig Sonne. Danach ging die Fahrt weiter in das alte Fischerstädtchen Sosopol. Die meisten der alten Häuser sind hier noch im speziellen Schwarzmeerstil, überhängende hölzerne Oberbauten über einem steinernen Erdgeschoss, erhalten. Dadurch fühlten wir uns beim Bummel durch die Altstadt an russische Märchen erinnert.

Bulgarien

anonym