Städtereise London

- Ein Reisebericht -

Ende August flog ich mit einer Freundin von Memmingen aus für fünf Tage nach London. Der selbstorganisierte Urlaub war als klassische Städtereise geplant: sebstorganisiertes Sightseeing stand im Vordergrund. Wir buchten ein Doppelzimmer in einem Hotel etwas außerhalb des Zentrums und verbrachten die ganzen Tage in der Stadt. Ansonsten wollten wir den Ablauf der Reise selbst bestimmen, das heißt wir wollten ohne Reiseführer die Stadt erkunden. Bereits zwei Jahre zuvor war ich mit meiner Mutter für zwei Tage in dieser Stadt gewesen - alles gesehen hatte ich damals aber nicht.

Unsere Unterkunft war das Hotel "Holiday Inn Limehouse" in dem Stadtteil Limehouse, das wir vom Flughafen Heathrow aus mit der U-Bahn erreichen konnten. Die U-Bahn Station ist nur etwa 5-10 Gehminuten vom Hotel entfernt. Von dort ist es nur zwei Stationen bis zur Tower Bridge und ins Zentrum auch nicht weit - die Lage ist also perfekt. Das "Holiday Inn Limehouse" liegt an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße, was wohl der einzige Nachteil dieser Unterkunft ist. Da wir den ganzen Tag unterwegs waren, schliefen wir jedoch so fest, dass wir den Straßenlärm kaum wahrnahmen. Die Zimmer mit Bad sind modern und stilvoll eingerichtet, es war fast schade, dass wir dort so wenig Zeit verbrachten. Mit im Preis enthalten war das Frühstück; hier wurde ein reichhaltiges Frühstücksbuffet geboten. Traditionelles englisches Frühstück konnte nach Wunsch dazugebucht werden. Mittags suchten wir uns in der Stadt etwas zu essen, das heißt es gab meistens die für England typischen Fish and Chips. Für abends besorgten wir uns abgepackte Salami und Toastbrot; als Nachtisch gab es Kekse.

Insgesamt konnten wir nur drei Tage der Reise voll nutzen. Diese liefen im Prinzip immer gleich ab: Um sieben Uhr aufstehen, frühstücken und dann in die Innenstadt. Den Ablaublauf hatten wir bereits im Vorfeld selbstorganisiert. Gleich zu Beginn besichtigten wir die Tower Bridge und anschließend den Tower of London. Hier ist es ratsam, früh da zu sein (gleich wenn geöffnet wird), da so insbesondere die Kronjuwelen ohne Gedrängel bewundert werden können. Natürlich ging es auch zu den Parlamentsgebäuden und zur Westminster Abbey; zum Buckingham Palace und dem nahegelegenen wunderschönen St. James Park; zur St. Paul's Cathedral und zum Hide Park. Das Wachsfigurenkabinett Madam Tussauds ist für jeden Touristen in London Pflicht. Jedoch ist hier immer viel los; die Tickets sollte man sich vorher im Reisebüro kaufen, um langes Anstehen zu vermeiden. Das gleiche gilt für den London Dungeon. Hier werden die grausigen Teile der Geschichte Londons veranschaulicht: Der große Brand, Sweeney Todd, Jack the Ripper und vieles mehr. Auch eine Fahr im London Eye, dem Riesenrad lohnt sich: Hier können große Teile Londons von oben bewundert werden. Anstelle einer herkömmlichen Stadtrundfahrt mit den roten Doppeldeckerbussen, entschieden wir uns für eine Duck Tour. Diese dauert etwa drei Stunden und führt durch das Zentrum der Stadt in Gefährten, die sowohl auf der Straße fahren als auch im Wasser schwimmen können. Während der Fahrt werden die Sehenswürdigkeiten auf Englisch kommentiert und schließlich geht es auf der Themse zurück zum Startpunkt. Diese etwas andere Rundfahrt ist besonders für Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen, aber auch meiner Freundin und mir hat es sehr gut gefallen. Einen halben Tag verbrachten wir in dem Einkaufshaus Harrods. Egal ob Souvenirs, Kosmetik, Kleidung - alles ist dort erhältlich (wenn auch nicht allzu billig).

Besonderes Glück hatten wir mit dem Wetter. London ist bekannt für sein feuchtes Klima. Geregnet hat es jedoch nur in der Nacht und am ersten Tag am Vormittag. Ansonsten schien durchgehend die Sonne, zu heiß war es aber Gott sei Dank nie, da immer auch ein leichter Wind wehte.

Das einzige, was wir auf unserer Reise nicht ausgiebig erkunden konnten, war das Londoner Nachtleben. Mal ganz abgesehen davon, dass wir beide zum Zeitpunkt der Städtereise noch nicht 18 waren, hätten wir wohl auch nicht die Energie gehabt, am Abend durch die Clubs zu ziehen (in die wir zum großen Teil auch nicht hineingelassen worden wären, Volljährig hin oder her). Wir kamen meist spätestens um 20 Uhr ins Hotel zurück, wenn nicht sogar schon früher. Da wir den ganzen Tag auf den Beinen waren, waren wir für Unternehmungen am Abend viel zu erschöpft.

Die Städtereise war mein erster Urlaub ohne Eltern - und der wurde ein voller Erfolg. Besonders in Erinnerung blieb mir der Turm Big Ben und die Tower Bridge. Es ist einfach überwältigend solche ein Bauwerke in echt und nicht nur auf Bildern zu sehen. London ist immer eine Reise wert; ich bin mir sicher, dass das nicht meine letzte in diese Metropole gewesen ist.

R. Walser

London

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