Städtereise Londoner Theater

- Ein Reisebericht -

Im Mai dieses Jahres bin ich wieder mal in meine Lieblingsstadt gereist, um aus der Fülle des Theaterangebotes das eine oder andere Event zu besuchen. Städtereisen sind meine große Leidenschaft. Ich liebe es, in das bunte, lebendige Treiben einer Großstadt einzutauchen und die vielen verschiedenen Entertainmentangebote zu nutzen.

Da ich ein großer Fan selbstorganisierter Urlaube bin, habe ich mir die Zeit genommen, alles bequem von daheim aus am Computer zu buchen. Selbst ist die Frau! Die Flüge waren schnell gefunden, zum Glück gibt es heutzutage auch kurzfristig gute Angebote von Billigfluglinien, weshalb ich mich für Ryan Air entschieden habe. Man landet zwar am Flughafen Stansted und damit etwas außerhalb, aber der Stansted Express bringt einen in knapp fünfzig Minuten direkt ins Zentrum. Ein aufregendes Wochenende mit Musical und Theater in einer der schönsten europäischen Metropolen kann beginnen!

Pünktlich komme ich Samstag Nachmittag am Bahnhof Liverpool Street an und versorge mich erst einmal mit herrlich frischem Obst und einem Sandwich von Marks&Spencer. Ich liebe die Vielfältigkeit britischer Supermärkte, was Take Away Food betrifft. Man spart Zeit und Geld, wenn man sich unterwegs ernährt und kann dabei auch noch auf seine Gesundheit achten! Restaurants in der englischen Hauptstadt sind teuer und als Singlereisender ist es angenehmer, sich mit schnellem Essen zu verköstigen. Die Zeit möchte man ja auch lieber für Sehenswürdigkeiten und Theaterbesuche nützen.

Mit dem Bus fahre ich von der Liverpool Street zum Strand, von wo es nur wenige Schritte zum bunten Treiben von Covent Garden sind. Dort, schräg gegenüber des Opernhauses, in der Bow Street, liegt mein Hotel für die nächsten zwei Tage: das Fielding Hotel, das sehr empfehlenswert ist, wenn man am Abend nach Theaterbesuchen im West End zu Fuß nach Hause gehen und trotzdem nicht zu viel bezahlen möchte. Ein echter Geheimtipp! Für 90 Pfund wohnt man hier in einem schönen, erst jüngst renovierten Einzelzimmer mit Bad und Teekocher. Es gibt keinen Fahrstuhl und keine Klimaanlage, dafür besitzt das Hotel das Flair alter, englischer Stadthäuser, sehr freundliches Personal, freies WLAN und eine perfekte Lage, um sofort mit dem Sightseeing zu beginnen. Den Koffer abstellen und los ins Treiben der Großstadt!

Der Covent Garden Markt ist ein Platz, wo man viel Zeit verbringen kann. Originelle kleine Läden wie Pollock's Toy Theatres oder Octopus haben schöne Mitbringsel zu bieten. Am Wochenende gibt es obendrein Stände mit Kunsthandwerk und für die Modebewussten jede Menge Fashion Stores, die zwar nicht billig sind, aber tolle Sachen haben. Wenn man Glück hat, erwischt man einen Abverkauf. Irgendwo in London ist eigentlich immer "Sale". Der Markt ist außerdem den ganzen Tag Bühne für diverse Akrobaten, Musiker und Alleinunterhalter. Hier lässt es sich wunderbar mit einem Becher englischen Tees verweilen, zum shoppen und schauen gibt es jedenfalls reichlich! Ehe ich am Abend zum Theater schlendere, mache ich noch einen Abstecher zum Trafalgar Square, wo Admiral Nelsons Statue den Ausblick Richtung Westminster Abbey, Houses of Parliament und Big Ben genießt. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich auch gerne durch die National Gallery laufen, der Besuch des Museums ist ja im Sinne des Kulturauftrages kostenlos. Das ist auch ein heißer Tipp für typisch englische Regentage. Am Strand gibt es nette Cafés, wo man ein schnelles Abendessen bekommt. Ich liebe Prèt a Manger, die Bechersuppen und die fertigen Salate sind sehr gut, das Publikum jung und trendy und die Atmosphäre nett.

Samstagabend besuche ich Andrew Lloyd Webbers "Love Never Dies", die Fortsetzung vom "Phantom der Oper" und tauche in die wunderbar romantische Liebesgeschichte ein. Karten für die meisten Londoner Shows kann man günstig zum halben Preis bei TKTS Leicester Square erwerben. Wenn man spontan ist, sitzt man so auf besten Plätzen zu einem sehr günstigen Preis! Ich jedenfalls genieße meine Vorstellung aus der sechsten Reihe Parkett und bin von Stück und Musik begeistert. Vom Adelphi Theater habe ich es danach nicht weit ins Hotel, wo ich die Eindrücke des ersten Tages Revue passieren lasse.

Am Sonntag Nachmittag steht Shakespeares Komödie "Much ado about nothing" im Globe theatre auf dem Programm. Der Besuch dieses dem Original nachgebauten Theaterjuwels an der Themse lässt sich wunderbar mit einem Vormittag im Tower verbinden, wo man sich mit eigenen Augen davon überzeugen kann, dass man als Insasse kein angenehmes Leben hatte und der Justiz diverse Foltermethoden zur Verfügung standen. Die Kronjuwelen belohnen einen für so viel grausame Details, und ein Spaziergang über die Tower Bridge und durch das bunte Southwark Viertel bis zum Globe Theatre macht an sonnigen Tagen sehr viel Vergnügen. Eine Vorstellung im originalen Shakespeare Stil rundet den zweiten Tag der Städtereise ab.

Meinen letzten Abend lasse ich nach einem Besuch beim belebten Piccadilly Circus und dem immer pulsierenden Leicester Square bei einem Cider in einem der zahlreichen Pubs der City ausklingen. Sehr schade, dass ich London zeitig in der Früh schon wieder verlassen muss. Aber der nächste theatralische Städtetrip kommt bestimmt!

C. Toman

London

Globe Theatre

Trafalgar Square

Covent Garden

Tower of London

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