Tour de Wesermarsch

- Ein Reisebericht -

Wie in jedem Jahr machte ich mit meiner Familie in den Ferien eine Tagesreise durch einen Landkreis. Da wir dieses seit mehreren Jahren machen, wissen wir, welcher Landkreis der Schönste ist. Nämlich unser eigener. Was gibt es Schöneres, als dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen.

Wir packten unsere Verpflegung ein und los ging es. In Moorriem (Elsfleth) war unser erster Halt. Alte Fachwerkhäuser und stolze Bauernhöfe erinnern an die gute alte Zeit. Moorriem ist kein Ort, sondern ein Landstrich, der aus mehreren Dörfern besteht. In dieser Idylle genossen wir unser Frühstück.

Weiter ging es in Richtung Berne. Die Ortsdurchfahrt ist schmal, die Häuser am Straßenrand stehen grau an grau, lassen ebenfalls sehr altertümlich anmuten. In Warfleth besuchten wir die kleine Kirche, sie steht direkt am Deich. Im Altarbereich hing ein Engel aus Drahtgeflecht, sehr einfach gemacht, und doch sehr hübsch anzuschauen.

In Lemwerder gibt es viele Werften zu sehen. Von dort aus kann man mit der Fähre über die Weser fahren. Da aber heute das Thema „Wesermarsch“ ist, werden wir es ein anderes Mal ausprobieren.

Zu Mittag waren wir wieder in der Gemeinde Elsfleth. Dort haben wir in Oberhammelwarden am Weserstrand gesessen und unser Mittags-Picknick zu uns genommen. Hier kann man gut Schiffe beobachten. Es war gerade Hochwasser, und bei jedem Schiff schlugen die Wellen an den Strand.

Weiter ging es nach Brake. Dort machten wir an der Kaje halt. Wie immer, wenn wir hier sind, setzen wir uns an der Kaje auf eine Bank und schauen uns die Schiffe an. Es kommen ständige welche vorbei. Im Fischereihafen holten wir uns noch frische Fischbrötchen für das Abendessen.

Dann machten wir einen kleinen Abstecher nach Ovelgönne. Das alte Burgdorf hat einen unwahrscheinlich tollen Charme. Schon allein die alten Häuser sind wunderschön anzuschauen. Ich wollte schon immer mal ins Handwerksmuseum, doch es hatte leider geschlossen.

Stadland haben wir heute nur kurz durchfahren. Aber das nächste Mal werden wir sicherlich mal wieder die Hahnenknoper Mühle mit dem Bronzezeithaus besuchen. Das wurde von Fachleuten original wie früher nachgebaut.

Die Moorseer Mühle (Nordenham) lud uns zum Kaffee ein. Die Landfrauen erhalten diese Mühle mit Kaffee und Kuchen am Leben. Natürlich nicht die Mühle selbst, sondern die Gäste. Hier kann man sich über das Mühlenleben von früher informieren.

In Butjadingen war das Wischer Wiesenfest. Es ist einmalig. Mitten in der „Pampa“ steht ein Festzelt. Aber erst einmal dorthin finden, ist gar nicht so einfach. Selbst bei Tageslicht war es mehr als schwierig dorthin zu finden. Zur abendlichen Feierei empfiehlt es sich, ein Taxi zu nehmen. Denn nur die Einheimischen finden durch die Wisch.

In Wapelersiel (Jade) gab es dann endlich das Abendbrot. Hier läuft die Jade in den Jadebusen und weiter in die Nordsee. Am Deich zu sitzen und in das Wasser zu schauen, ist das Schönste.

Die Wesermarsch an einem Tag zu erkunden, ist nicht so leicht. Es gibt einfach viel zu viele schöne Ecken und Flecken, die genauestens begutachtet werden wollen. Aber da wir diese Tour wohl nächstes Jahr wieder machen werden, freuen wir uns schon auf die tollen Dinge, die wir dann entdecken werden.

Brake

Anonym

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