Traumurlaub in Italien

- Ein Reisebericht -

Das Reiseziel für unseren Ferienhaus-Urlaub war der Ort Tignale in Italien auf der Westseite des Gardasees. Bei unserer Ankunft in der Ferienanlage Residence Ruculi, wo wir für zehn Tage eine Ferienwohnung gemietet hatten, freuten wir uns riesig über viel Sonnenschein und warme Temperaturen. Unsere bevorzugten Ausflugsziele hatten wir schon vor dem Urlaub festgelegt und konnten es kaum erwarten, einige der schönsten Orte in der Umgebung wie den Nachbarort Tremosine, Limone am Westufer des Gardasees und Riva del Garda am nördlichen Ufer aufzusuchen. Eine Tagestour nach Venedig war ebenfalls geplant und auch das Süd- und Ostufer des Gardassees wollten wir nicht auslassen und so besuchten wir dort die von beeindruckender Landschaft umgebenen Ortschaften Sirmione und Malcesine.

Die benachbarten Gemeinden Tignale und Tremosine liegen auf einer Hochebene in der Provinz Brescia in der norditalienischen Region Lombardei und sind jeweils in mehrere Ortschaften gegliedert. Das Hochtal zeigte sich als herrliches Wandergebiet, in dem wir eine fast noch unberührte Natur erleben konnten und bescherte uns eine einmalige Aussicht auf den Gardasee. Sowohl in Tignale als auch Tremosine laden zahlreiche kleine Restaurants mit mediterranem Ambiente zum Probieren der einheimischen Spezialitäten ein. Im historischen Ortskern von Tignale befindet sich das Restaurant „Al Torchio“, das seinen Namen einer hundert Jahre alten Ölpresse verdankt, die auf der Terrasse ausgestellt ist. Eine Besonderheit, die das „Al Torchio“ bietet, ist die Zubereitung von glutenfreien Gerichten, was mir als Gluten-Allergikerin natürlich sehr entgegen kam.

Der nächste Ausflug führte uns in den Ort Limone, dessen Name nicht, wie oftmals zunächst angenommen, von den Zitronen (limoni) herrührt, die seit Hunderten von Jahren am oberen Teil des Sees angebaut werden. Stattdessen ist der Name wahrscheinlich aus dem lateinischen „Limem″ abgeleitet, was Grenze bedeutet. In der Vergangenheit war die Ortschaft Limone nämlich völlig isoliert und nur auf dem Seeweg leicht erreichbar. Ihre Wirtschaft basierte auf dem Fischfang und dem Anbau von Oliven und Zitronen. Heute ist das ehemalige Fischerdorf ein beliebter Touristenort, der über eine sehr schöne Altstadt mit zwei kleinen Häfen und eine Seepromenade verfügt. Wir genossen den Bummel durch die romantischen Gässchen der Altstadt und beendeten ihn mit einem großen Eis, das wohl kaum irgendwo besser schmeckt als in einem original italienischen Eiscafé.

Anschließend besuchten wir noch die Zitronenhaine, die im Jahre 1691 auf den Resten einer antiken römischen Basilika erbaute Kirche San Benedetto und vergnügten uns zum Abschluss unserer Tour nach Limone noch mit einem Motorboot auf dem Gardasee, das wir bei einem Bootsverleih für eine Stunde mieteten. Danach ging es weiter nach Riva del Garda, einem bereits in der Römerzeit besiedelten Ort, der früher zu Österreich-Ungarn gehörte, nach dem ersten Weltkrieg jedoch an Italien abgetreten wurde. Einige Bereiche der ehemaligen Befestigungsanlagen sind noch erhalten und stehen Touristen zur Besichtigung frei. Zum Zeitpunkt unseres Besuches, wurden in Riva del Garda gerade archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die eine römische Therme zum Vorschein brachten. Sehenswert ist auch die vom Wasser umgebene Stadtburg Rocca di Riva, die ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammt und der 34 m hohe Turm aus dem Jahre 1220, der Besuchern einen herrlichen Ausblick über Stadt und Hafen bietet.

Ein Highlight unseres Urlaubs, dem wir schon einige Tage lang entgegen fieberten, war die geplante Tagestour nach Venedig, der bekannten Stadt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste. Venedig ist Hauptstadt der Region Venetien und steht mit seinen Lagunen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Die Stadt im Wasser ist in mehr als 100 Inseln gegliedert, zwischen denen schmale Kanäle verlaufen, von denen viele jedoch nicht mehr befahren werden. Der Wasserverkehr findet vorwiegend auf dem Canale Grande statt, über den vier Brücken führen, von denen die älteste die bekannte Rialtobrücke aus dem 16. Jahrhundert ist. Mit dem Wassertaxi ließen wir uns also übersetzen, um in die Innenstadt zu gelangen und nahmen zunächst den Markusplatz in Augenschein, der mit der Markuskirche, dem Dogenpalast, den Bibliotheken und Museen das Zentrum der Stadt bildete. Eine Gondelfahrt hatten wir auch mit eingeplant aber als wir uns über die Preise informierten, verzichteten wir dann doch auf dieses Abenteuer. Wir versuchten zwar zu handeln aber dazu muss man wohl ein gewisses Talent haben, das uns scheinbar fehlte, denn wir konnten die Preise, die zwischen 80 und 120 € für eine halbe Stunde lagen, nicht drücken. Da es sich aber um Festpreise handelt, lohnt sich diese Investition sicherlich, wenn man eine Gondel gleich mit mehreren Personen teilt. Wir ärgerten uns im ersten Moment über die Preise aber schließlich gab es so viel zu sehen in dieser beeindruckenden Stadt, dass für weiteres Ärgern keine Zeit mehr blieb. Mittlerweile haben wir erfahren, dass man vorab schon über das Internet wesentlich kostengünstiger Gondelfahrten buchen kann – hinterher ist man eben immer schlauer!

Der nächste Weg führte uns wieder auf eine Reise um den Gardasee, der so viele schöne Orte zu bieten hat, dass man in zehn Tagen leider nicht alle aufsuchen kann. Wir fuhren vormittags bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen los, genossen die herrliche Gardasee-Landschaft und machten zunächst Halt in Sirmione am Südufer des Gardasees. Wir wanderten gemütlich durch die Altstadt von Sirmione, die durch enge Gassen und ruhige Plätze geprägt ist, in denen der Besucher zahlreiche Boutiquen und Antiquitätenläden, Cafés und Restaurants findet. Die Halbinsel zieht jedoch nicht nur Urlauber an, sondern ist aufgrund ihrer schwefelhaltigen Boiola-Heilquelle auch als Kurort sehr beliebt. Neben zwei modernen Thermalzentren verfügt Sirmione auch über einige Hotels, die mit Thermalabteilungen ausgestattet sind. Neben den Zypressen- und Olivenhainen sind ebenfalls die Überreste einer der größten römischen Villen Italiens sehenswert und auch eine romantische Wasserburg fehlt in Sirmione nicht.

Nachdem wir nun viel gelaufen waren, um nur ja alles wesentliche zu sehen, machten wir einen Zwischenstopp in einem Eiscafé, um uns dort eine leckere Erfrischung zu gönnen und begaben uns anschließend auf den Weg in das am Ostufer gelegene Örtchen Malcesine, das häufig als „Perle des Gardasees“ bezeichnet wird. Die Stadt ist vom Tourismus geprägt und auf Grund ihrer Lage bei Windsurfern, Kitesurfern und Seglern sehr beliebt. Von Malcesine aus führt eine Seilbahn auf die 1.760 Meter hoch gelegene Ortschaft Tratto Spino im Monte Baldo-Massiv.

Tignale

Anonym

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