Urlaub auf dem Oktoberfest

- Ein Reisebericht -

Ende September hatten wir uns auf eine Reise zum Oktoberfest geeinigt, welche nur über ein Wochenende verlaufen sollte.

Wir hatten den Urlaub nur wenige Tage zuvor geplant, sodass wir keine Unterkunft für die zwei Nächte in München bekamen.

Möchte man zur Oktoberfestzeit in einem Hotel oder einer Jungeherberge übernachten, muss man diese über ein Jahr zuvor buchen und schon zu dieser Zeit mit überhöhten Preisen rechnen.

Wir fuhren zusammen mit ein paar Freunden in deren Wohnmobil zu der bayrischen Hauptstadt und brauchten uns so keine Gedanken über den fehlenden Schlafplatz machen, da wir notfalls alle in dem Wohnwagen hätten übernachten können.

Die Fahrt nach München von Köln

Köln aus war sehr anstrengend, denn hinter Nürnberg ging es nur sehr schleppend voran und das bei sehr gutem Wetter, welches eigentlich eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit war. Je näher wir München kamen, desto voller waren die Raststätten und Parkplätze. Zudem nahm die Zahl an Lederhosenträgern und Frauen im Dirndl stets zu, was uns ein bisschen störte, da wir uns ohne Tracht fast ausgeschlossen fühlten.

So kam es auch, dass ich in München zunächst einmal ein Kaufhaus aufsuchte, doch die Preise schienen der Situation angepasst und selbst die Verkäufer rieten uns nocheinmal außerhalb der Lederhosen Saison vorbeizuschauen. Nach einem kurzen Spaziergang durch München, nahmen wir die U-Bahn zur Hackerbrücke, an der wir mit Horden von Menschen verschiedenster Nationalitäten und Alkoholspiegeln Richtung Oktoberfest liefen. Der Weg wurde begleitet von Schaustellern, die mit Musik und Entertainment uns Ankömmlinge begrüßten.

Schon jetzt wurden stark alkoholisierte Besucher des Oktoberfests von der Polizei herausgezogen und einer Kontrolle unterzogen.

Auf dem Oktoberfest angekommen drehten wir erstmal ein kleine Runde, welche uns einige Stunden unseres Wochenendurlaubs kostete. Anschließend besuchten wir den Paulaner Garten und wurden wieder mit den Oktoberfestpreisen konfrontiert. Doch das Prinzip der Verkäufer ging auf, da jeder Besucher eine Maß probiert um sagen zu können, dass er Münchner Bier getrunken hat. Nach der ersten Maß trinkt es sich, trotz den hohen Preisen, um einiges einfacher, sodass beide Seite letztlich glücklich sind.

Ein bisschen traurig fand ich nur das frühe Ende des Festes, da es schon nach gefühlten drei Stunden schloss und das Sicherheitspersonal das Schließen der Zelte und Stände mit voller Härte durchzog. Der Heimweg unseres selbstorganisierten Trips war gesäumt von Bierleichen, doch die Stimmung war sehr gut und alle waren freundlich zueinander, obwohl zu viel Alkohol die Aggressivität steigern soll.

Anonym

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