Urlaub beim schiefen Turm

- Ein Reisebericht -

Im April 2010 entschieden meine Schwester und ich uns, nach langem Überlegen, dass wir unseren Urlaub nach Florenz und schließlich, nach knapp 7 Stunden, kamen wir in Pisa an.

Dort angekommen versuchten wir, mit einem etwas unübersichtlichen Plan, unser Quartier zu finden, welches nur 10 Minuten vom Bahnhof entfernt sein sollte. Zunächst rief ich aber erstmal bei unserem Quartier an, um mitzuteilen, dass wir angekommen sind und bald am Quartier eintreffen werden. Trotz meines sehr brüchigem Italienisch wurde ich verstanden und mir wurde versichert, dass der Vermieter da sein wird. Erstaunlicherweise fanden wir zwei orientierungslosen Mädels unsere Unterkunft, ohne verlaufen. Dort stellten wir aber fest, dass niemand da ist und dass die Italiener das Klischee (man nimmt es mit der Pünktlichkeit nicht so genau) voll und ganz erfüllten. Naja irgendwann kam dann jemand, der uns reinließ und wir konnten uns auf unsere erste kleine Erkundungstour begeben.

Unser erstes Ziel war natürlich der Schiefe Turm. Der Weg dorthin war sehr einfach und wir überquerten das erste Mal den Fluss Arno, der sich in dieser Jahreszeit doch als sehr dreckig erwies. Auf dem Piazza Dei Miracoli, auf dem der Turm, sowie andere Sehenswürdigkeiten, stehen für die Pisa berühmt ist, wimmelte es von Menschen, weshalb wir uns entschlossen, mal auf einen Vormittag hinzugehen, da man für den Eintritt beim Turm mit langen Wartezeiten rechnen muss. Währenddessen gingen wir in die Kathedrale und sonnten uns auf der Wiese und machten, so wie alle anderen Touristen, auch Bilder mit dem Turm. Im Gegensatz zu den meisten andern versuchten wir aber nicht, den Turm zu stützen, sondern lehnten uns noch dagegen. Auf dem Weg zum Turm kommt man auch an Pisas Einkaufstraße lang, auf der man viel Geld lassen kann.

An einem anderen Tag fuhren wir mit unserem Mietwagen quer durch die Toskana, die ja ein unheimliches Naturspektrum bietet. Dabei kamen wir zu der Blumenstadt Pescia. Hierbei handelt es sich um ein sehr kleines, abgelegenes Örtchen, was mit Blumen sicher sehr schön ist, aber an diesem Tag etwas trostlos wirkte.

Also stiegen wir wieder ins Auto und versuchten einen schönen Strand zu finden, der nicht von irgendeinem Hotel gekauft wurde. Dieses Unterfangen gestaltete sich schwieriger, als gedacht und so kamen wir am Ende doch auf den Marina di Pisa zurück. Hierbei handelt es sich um einen Steinstrand, der durch sauberes Wasser und Ruhe überzeugt. Zudem ist die Nähe zu Pisa unbedingt positiv zu bewerten. Man kann auch ohne Weiteres nach einer langen Stadterkundung noch mal die 15 Minuten Autofahrt auf sich nehmen und den Tag entspannt ausklingen lassen oder man nimmt den Bus. Wir verbrachten dort unseren letzten Urlaubstag und traten am nächsten Tag unsere Heimreise an.

Wenn ich an diesen Urlaub denke, dann kann ich nur sagen, dass es wunderbar war. Pisa hat man zwar nach 3 Tagen gesehen, aber die Erfahrung auf dem schiefen Turm zu gehen, ist einfach faszinierend. Wenn man sich Pisa angesehen hat, dann hat man in der Toskana noch unheimlich viele Möglichkeiten, wie z.B. nach Lucca zu fahren. Hier wurde der Komponist Giaccomo Puccini geboren, es gibt den sehenswerten Piazza Dei Amphiteatre und die größte am Stück erhaltene Stadtmauer Europas. Wenn man nach dem Stadtmarathon in Pisa nicht noch mehr Stadt haben will, dann fährt man an die nahe gelegenen Strände Marina di Pisa oder Viareggio, wobei es sich um einen Sandstrand handelt. Alles in Allem bietet Pisa mit seiner Umgebung viel Abwechslung für groß und klein, sowie jung und alt und ist immer wieder eine Reise wert.

Anonym

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