Urlaub im Olivenhain

- Ein Reisebericht -

Ich muss gestehen, dass ich mehr als aufgeregt war, als wir den Flieger nach Griechenland bestiegen. Zwei Wochen Urlaub in einem kleinen Ferienhaus auf Chalkidiki.

Ich hatte seit meinem 16. Geburtstag schon unzählige Male das Festland besucht, denn für mich gehört Griechenland mit zu den faszinierenden Ländern, die trotz aller Europäisierung und Modernisierung seinen eigenen Stil, sein Flair und vor allem seine Freundlichkeit nicht verloren hat.

Der Flieger brachte uns direkt zum Flughafen nach Thessaloniki, wo ein kleiner gemieteter Wagen auf uns wartete, der uns nun zwei Wochen lang zur Verfügung stehen sollte. Vorbei am ersten Finger der Chalkidiki fuhren wir fast bis zum zweiten Finger. Genau dort in der Einbuchtung, mitten in einem Olivenhain wartete unser kleines Ferienhaus auf uns. Katharina, die Vermieterin, erwartete uns schon und zeigte uns alles. Das Haus war klein, aber liebevoll und gemütlich eingerichtet. Zwei Zimmer, eine Kochnische und eine Dusche und eine große Außenterasse standen uns zu Verfügung.

Wer meint, dass die Chalkidiki überall gleich ist, der irrt. Um die Vielfalt kennen zu lernen, muss man in ein Auto steigen - bitte niemals die Badesachen dabei vergessen! - und jeweils die großen Küstenstraßen der einzelnen Finger (nur der erste und zweite Finger sind der Öffentlichkeit zugänglich, der dritte Finger beherbergt den "heiligen Berg" mit seinen vielen Klöstern) entlang fahren.

Der erste Finger, Kassandra, wirkt touristisch durchaus lebhafter als der zweite Finger, Sithonia. Aber dennoch entdeckt man auch hier immer wieder kleine idyllische Buchten und ruhigere Strandabschnitte. Man sollte aber bei einem Besuch nie das Innenland vergessen. In fast allen orten kann man einen Jeep für seine Bergtour mieten, Mutige können aber auch, wenn sie vorsichtig sind, mit dem PKW ins Gebirge fahren. Ein toller Geheimtip, den ich erst nach langem Suchen gefunden habe, ist der kleine Schildkrötensee in den Bergen bei Kriopigi.

Mir persönlich gefällt die landschaftlich interessantere Sithonia eindeutig besser. Wenn man etwa in der Mitte des Fingers die grüne Landschaft hinter sich gelassen hat, durchfährt man große Weinberge und kommt später in die südliche eher karge Spitze, die auf der Strecke zwischen Koufos und Kalamitsi einer Kraterlandschaft gleich. Hinter jeder Kurve sollte man vorsichtig sein, denn es kann sein, dass plötzlich eine Ziege vor dem Auto auftaucht!

Aber nicht nur Strand und Natur sollte man besuchen, wenn man auf Chalkidiki ist. Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands, ist es wert, an einem oder zwei Tagen entdeckt zu werden. Aber diese Stadt zu beschreiben, dazu ist ein eigener Text nötig.

Anonym

Chalkidiki

Kriopigi

Kalamítsion

Thessaloniki

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