Urlaub im Riesengebirge

- Ein Reisebericht -

Das Riesengebirge, einst höchstes deutsches Mittelgebirge, liegt heute an der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Nach dem Wegfall der EU Innengrenzen ist es auch in der Jahreszeit ohne Schnee im Riesengebirge für Wanderungen noch attraktiver geworden.

Als Urlaubsziel hatten wir eine komfortable Ferienwohnung in der Gebirgsstadt Svoboda im östlichen Riesengebirge in Tschechien für eine Woche gebucht. Dank der günstigen Lage ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt, um die Gegend zu erkunden.

Unser erstes Ziel war eine Wanderung zur Elbequelle. Dazu fuhren wir mit dem PKW zur tschechischen Stadt Špindlerův Mlýn. In Spindler Mühlen ist eine Touristenhochburg, wo es zu jeder Jahreszeit mehr Touristen, als Einwohner gibt.

Von hier begann unsere Wanderung zur ca. 8 km entfernten Elbequelle. Der Wanderweg ist sehr gut ausgebaut und der kleine Fluss schlängelt sich durch die felsige Uferlandschaft, wobei er immer wieder von Zuflüssen gespeist wird. Nach ca. 6 km ist der ausgebaute Weg plötzlich zu Ende und es geht weiter über einen steinigen Kletterweg nach oben. Beeindruckend ist dabei der Wasserfall, wo das Wasser ca. 40 Meter in die Tiefe stürzt. Teilweise führt der steinige Weg direkt neben und teilweise durch den Elbfall. Oben an der Elbquelle waren wir etwas enttäuscht, weil es doch nur eine normale Quelle war. Anderseits war es schon ergreifend, an der Stelle zu stehen, wo die Elbe ihren Weg bis zur Nordsee beginnt.

Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung zum höchsten Berg im Riesengebirge, der Schneekoppe.

Start unserer Wanderung war in der Stadt Pec pod Sněžkou. Wir wollten keinen Sessellift, sondern den Aufstieg zu Fuß. Bei Sonnenschein ging die Wanderung durch den Riesengrund Richtung Gipfel. Der Weg ist sehr steinig und oft nur mit Schwierigkeiten zu begehen. Doch dafür war die Aussicht in das Tal eine Augenweide. Als wir die Baumgrenze erreicht hatten, wurden wir von plötzlichem Regen überrascht, der bis zum Gipfel anhielt. Nachdem wir uns in der Bergbaude auf polnischer Seite gestärkt und erholt hatten, ging es auf dem Freundschaftsweg, entlang der polnisch tschechischen Grenze zum Gipfel der Schneekoppe (1602 m). Hier auf tschechischer Seite gibt es eine Schwebebahn, wo der Rückweg über eine Zwischenstation mit Umstieg bequem möglich ist. Unser Problem war nur, dass die obere Seilbahn wegen starkem Wind nicht in Betrieb war. Wir mussten also ca. 2 km Steintreppen abwärts und dann noch etwa 2 km Waldweg wieder zurück laufen. Fast am Ende unserer Kräfte erreichten wir die vorletzte Fahrt der Seilbahn und konnten die letzten 5 km ins Tal fahren.

Riesengebirge

Anonym

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