Urlaub in Barcelona

- Ein Reisebericht -

Für den diesjährigen Familienurlaub haben wir uns die katalanische Küstenstadt Barcelona ausgesucht. Um den Urlaub in der Ferienwohnung haben wir uns selbst gekümmert und kamen mit Flug auf knappe 300 Euro für sieben Tage. Vom Frankfurter Flughafen ging es in weniger als zwei Stunden direkt zum Airport Barcelona, von dem wir dann mit dem Aerobus weiter zum Plaça de Catalunya gefahren sind. Dort angekommen, und überrascht vom regen Treiben der Menschenmassen um 21.30 Uhr, ging es mit der Metro in den Stadtteil Poblenou. Nach etwa einem Kilometer Fußweg erreichten wir unsere Ferienwohnung von Lugaris, die nur wenige Minuten vom Strand entfernt liegt. Die Wohnung war geräumig und ist modern mit viel Liebe zum Detail von den Besitzern ausgestattet worden. Insgesamt gab es auf den 70 qm zwei Bäder, zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und eine Küche. Von unserem Balkon hatten wir zudem einen wunderbaren Blick auf die Rambla del Poblenou und konnten unseren Urlaub im Ferienhaus so richtig genießen.

Wer zum ersten Mal in Barcelona ist, sollte sich ein Zwei-Tages-Ticket für den Touristic Bus kaufen. Auf insgesamt drei Routen werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angefahren und man kann jederzeit aussteigen und wieder zusteigen, denn die Busse fahren alle 10 Minuten. Wir sind am zweiten Tag gleich in das Barri Gòtic gefahren, um uns die Häuser und Fassaden des Jugendstils anzusehen. Wir besichtigten das Gaudi Haus von innen, schauten von der Dachterrasse über Barcelona und fotografierten alles was vor die Linse kam.

Natürlich darf beim Thema Gaudi die Sagrada Familia nicht fehlen, das imposanteste Werk Gaudis an dem noch immer nach den alten Plänen gebaut wird. Kleiner Tipp: Wer sich lange Warteschlangen ersparen möchte, der sollte entweder um 9 Uhr morgens oder zur Mittagszeit kommen.

Den schönsten Blick über Barcelona hatten wir vom Parc de Güell, dessen Verspieltheit ein wenig an einen Märchenwald erinnert. Von der "Terrasse" kann man ganz Barcelona bis zum Meer überblicken. Allerdings muss man bei der Anreise einen langen Weg zu Fuß in Kauf nehmen, der sich aber lohnt! Etwas bequemer bekommt man die Aussicht auf dem Montijuc geboten. Wir sind mit der Seilbahn bis zum Castell gefahren und konnten von dort einen Rundumblick in atemberaubender Höhe genießen.

Doch Barcelona hat nicht nur Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ganz im Gegenteil: Die Stadt ist eine der lebendigsten Metropolen des 21.Jahrhunderts. Als wir über die Ramblas, die bekannteste Flanier- und Ausgehmeile Barcelonas, spazierten, wurden wir von den Eindrücken überrumpelt. Zu allen Seiten gibt es Einkaufsstände, Schausteller, kleine und große Läden, Cafés und Bars, Hütchenspieler und Drogendealer, während auf den engen Seitenstraßen hupende Autos an einem vorbei rasen. Keine Frage, hier gibt es alle Facetten Barcelonas zu erleben. Allerdings sollte man Wertgegenstände immer am Körper tragen, denn in den Massen tummeln sich auch gerne Diebe, darauf weisen auch Einheimische einen immer wieder hin. Wir mussten uns allerdings nicht nur an das rege Treiben gewöhnen, sondern auch an den südländischen Tagesrhythmus. Vor 10 Uhr morgens passiert in Barcelona nicht viel, ab 15 Uhr gibt es Mittagessen und die Restaurants und Kneipen füllen sich erst ab 21 Uhr. Schöne Tapas-Bars findet man in den kleinen Gässchen abseits der Ramblas und bei den Gaudi Häusern (beispielsweise das TapaTapa).

Die Menschen sind in Barcelona alle hilfsbereit und aufgeschlossen, allerdings muss man damit rechnen, dass man mit dem gelernten Spanisch meist nicht weit kommt, da in Barcelona katalanisch gesprochen wird. Aber auch Englisch beherrschen die meisten Spanier ein wenig, so dass man sich eigentlich immer verständigen kann. Der alten Charme dieser Hafenstadt spürt man nur noch manchmal, denn die Moderne hat Einzug gehalten. Der fünf Kilometer lange Sandstrand, der für die Olympischen Spiele aufgeschüttet wurde, ist gepflegt und lädt zum Baden ein. In Barceloneta liegt die Jugend und Diejenigen die sehen und gesehen werden wollen - der vielleicht lebendigste Strandabschnitt Barcelonas. Je weiter es in Richtung Poblenou geht, desto ruhiger und übersichtlicher werden auch die Buchten und ihre Besucher. Für alle Sportler ist es ein Traum an der Promenade zu joggen, zu mal auch in regelmäßigen Abständen kleine Fitnessparks direkt am Strand stehen. Dort lassen sich Klimmzüge und Geräteübungen für Jedermann durchführen.

Barcelonas ist für mich die perfekte Stadt. Sie verbindet traditionelle Sehenswürdigkeiten und kulturelle Bräuche mit moderner Architektur und urbaner Lebensweise. Man spürt förmlich am Puls der Zeit angekommen zu sein und möchte auch ein Teil davon sein. Und wenn doch alles einmal zu viel sein sollte, dann schnappt man sich ein Handtuch und entspannt sich am nahegelegenen Strand vom Alltag. Hier könnte ich mir sogar mehr als einen Urlaub im Ferienhaus vorstellen, hier könnte ich leben.

Anonym

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