Urlaub in Köln

- Ein Reisebericht -

Das letzte Schuljahr war geschafft und so bekam ich zum Abitur ein paar Euro geschenkt. Da ich mir Köln schon lange ein mal anschauen wollte und es nur aus Erzählungen kannte, beschloss ich also dieser wunderschönen Stadt am Rhein einen selbstorganisierten Besuch abzustatten.

Mein Freund, der in selbiger Stadt wohnt, hörte dies natürlich nur zu gern und holte mich nach über 8h anstrengender Zugfahrt mit vielen Hindernissen und 3maligem Umsteigen schließlich am Hauptbahnhof ab.

Zuerst brachten wir meine 2 Koffer (Frau reist schließlich mit viel Gepäck) in seine Wohnung. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Abstecher bei einer berühmten Fast Food Kette entführte er mich ins Schokoladenmuseum, welches wirklich sehr interessant und definitiv einen Besuch wert ist.

Das Nachtleben nahmen wir natürlich auch wahr und gingen am ersten Abend einen oder auch ein paar mehr Cocktails trinken.

Am nächsten Tag machte ich eine ausgedehnte Shoppingtour durch Kölns Geschäfte. Allerdings allein, da der Herr dazu keine Lust hatte.

2 Kleider und ein Paar Schuhe reicher, gingen wir abends in einem Steakhouse direkt am Hauptbahnhof schick Essen. Dies ist definitiv eine Empfehlung wert.

Auch besuchten wir oft den örtlichen Starbucks, saßen draußen und beobachteten die gestressten Menschen, die alle in den Bahnhof eilten, um ihren Zug nicht zu verpassen.

Selbstverständlich wurde auch der Dom besichtigt, von dem ich allerdings etwas enttäuscht war. Ich hatte ihn mir größer, bunter und imposanter vorgestellt.

Mein persönliches Highlight war der letzte Abend als wir das Musical Elisabeth im Musicaldom besuchten. Es bescherte mir Gänsehaut und Tränen in den Augen.

Die Deutzer Brücke war für uns als Paar natürlich auch eine Pflichtadresse. Zwischen all den vielen Herzen hängt nun auch eins mit unseren Namen. Eigentlich ist es kitschig, doch ab und zu ist etwas Kitsch in Ordnung. Nachts ist Köln besonders schön und so gingen wir Hand in Hand über die Deutzer Brücke, betrachteten die vielen Schlösser, wovon eines von uns stammte, und setzten uns gegen Mitternacht an den Rhein oder besser gesagt auf eine Mauer mit Blick auf den Rhein. Allerdings war diese gut 1,4m hoch. Da ich nicht hochkam, musste mein Freund mich hochheben, was zu Kicheranfällen meinerseits führte. So saßen wir 4h am Rhein, beobachteten die Schiffe und die Wellen, redeten über Gott und die Welt und bewunderten den beleuchteten Dom.

Nach 2 Wochen hieß es Abschied nehmen, mein selbstorganisierter Urlaub war zu ende. Mein ICE fuhr 4 Uhr ab und so machten wir die Nacht zum Tag. Der Abschied hatte etwas von Hollywood und war sehr tränenreich.

Ich habe mich nicht nur in diesen Mann, sondern auch in diese Stadt verliebt und werde garantiert wieder kommen. Dann aber nicht als Tourist, sondern als Bewohner!

Köln

Anonym

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