Urlaub in Montserrat

- Ein Reisebericht -

Dieses Jahr führte mich mein Jahresurlaub nach Spanien. Beginnend in Madrid unternahm ich eine sehr schöne und abwechslungsreiche Rundreise durch das Land. Der Höhepunkt der selbstorganiserten Reise war - wie es in jedem guten Roman sein sollte – am Ende. Auf dem Weg von der Atlantikküste nach Barcelona besuchte ich noch Montserrat. Das Kloster liegt einige Kilometer vor Barcelona in den Bergen. Der Grund, weswegen ich das Kloster „mitnehmen“ wollte, ist mehr als kurios. Ich hatte den James-Bond-Film „In tödlicher Mission“ gesehen, in dem das Showdown in einer ähnlichen Klosteranlage in Griechenland stattfindet. Daraufhin erkundigte ich mich nach dem griechischen Kloster und fand heraus, dass eine ähnliche Anlage auf meiner Reiseroute in Spanien lag. Als ich Fotos davon sah, war mir klar, dass ich es mit eigenen Augen sehen musste.

Das Kloster liegt inmitten von pittoresk verwitterten, steilen Felsen, welche je nach Beleuchtung die unterschiedlichsten Farben annehmen. Die riesige Klosteranlage liegt zwischen einigen dieser Felsen und kann durch eine Zahnradbahn, eine Seilbahn oder zu Fuß vom Tal aus erreicht werden. In Zeiten der Franco-Diktatur diente das Kloster wegen seiner Unzugänglichkeit Schriftstellern und Künstlern sowie Regimegegnern oft als Zufluchtsort. Heutzutage ist die Anlage von Touristen überfüllt. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Basilika um die berühmte schwarze Madonna von Montserrat zu sehen.

Dem Rummel entkommt man am besten, indem man einem der vielen Wanderwege folgt, die zwischen den Felsen hindurchführen. Von dort hat man immer wieder atemberaubende Panoramablicke in das tief unten liegende Tal und natürlich auf die Klosteranlage. Jetzt erst merkt man, wie sehr die Gebäude zwischen den Felsen eingeklemmt sind. Zusätzlich finden sich viele mehr oder weniger kleine Eremitagen, von denen manche schwindelerregende in die steilen Felswände gebaut sind. Jeder der Eremiten hatte zusätzlich zu seiner Wohnung auch noch eine kleine Kapelle, welche sich ebenfalls malerisch in die Landschaft einfügen. Fotografen werden dort kein Problem haben tolle Motive zu finden. Auch Kletterfreunde kommen auf ihre Kosten, da es einige Kletterrouten auf die Felsen hinauf gibt. Von dort oben muss der Ausblick noch spektakulärer sein, als er ohnehin schon ist.

Aufgrund der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich Montserrat auch als Tagesausflug von Barcelona aus an. Ich empfehle jedem Besucher jedoch mindestens einen Tag und eine Nacht in Montserrat zu verbringen. Das lohnt sich allein schon wegen des Sonnenuntergangs. Mir reichte auch ein ganzer Tag nicht aus, da ich sehr gerne die Umgebung und die Felsen abseits der ausgetretenen Touristenpfade erkundet hätte. Unterkünfte findet man am besten (und günstigsten) in Monistrol de Montserrat am Fuße des Berges.

Anonym

Montserrat

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