Urlaub in Oberstdorf, im Herzen des Allgäus

- Ein Reisebericht -

Ab in die Berge, so lautete im vergangenen Jahr unsere Devise und so haben wir im Oktober kurzerhand eine Ferienwohnung in Oberstdorf gebucht. Wir, das sind meine Frau und meine 10-jährige Tochter, waren dann auch voll der Vorfreude auf diese ca. 1- wöchige Urlaubsreise. Um es gleich vorwegzunehmen, wir wurden nicht enttäuscht.

Oberstdorf hat unendlich viel zu bieten, verfügt über eine hervorragende Gastronomie und ist in jederlei Hinsicht mit freundlichen und zuvorkommenden Menschen bestückt.

Wir hatten uns eine Ferienwohnung auf einem Ponyhof gemietet, da meine Tochter ein großer Pony- und Pferdefan ist und wir ihr den Urlaub nicht langweilig werden lassen wollten. Der Ponyhof selbst liegt auf einer Anhöhe am Rande des Ortes und so ging unser Blick vom kleinen Balkon direkt über die Dächer von Oberstdorf. Die Ferienwohnung selbst war ein wenig spartanisch eingerichtet und auch nicht sonderlich groß, aber trotzdem sehr urig und gemütlich. Nicht wegzudiskutieren war natürlich auch der ländliche Duft, der aber (und das war uns von vorneherein klar) für einen Bauernhof ganz selbstverständlich sein sollte.

Die Vermieter der Ferienwohnung lebten mit im Haus und waren stets freundlich und offen. Jeden Tag um 14:00 Uhr gab es dann auf dem Hof das bei den jungen Gästen im Haus sehr beliebte "Ponyreiten". Da die Erwachsenen und Erziehungsberechtigten in der Zeit des Ponyreitens zu verwahrlosen drohten, hat die Vermieterin kurzerhand Kaffee und kleine Leckereien kredenzt, die man in einer kleinen, etwas abseits stehenden Hütte zu sich nehmen konnte.

Gegen Abend haben wir uns dann zu dritt der Gastronomie von Oberstdorf ergeben und die ist kaum zu beschreiben und äußerst vielseitig. Vom kleinen Fischrestaurant über exquisite Gourmet Adressen bis hin zu den zahlreichen, typisch bayrischen Gaststuben war alles dabei. Es fiel wirklich nicht ganz leicht, sich für die abendliche Speisung die richtige Lokalität auszuwählen, das Angebot war einfach überwältigend groß. Wir hatten diese allabendliche Entscheidung insgesamt sechs Mal zu treffen und wurden nie enttäuscht.

Doch wenn man des Abends gut speisen will, so muss man sich das am Tag wohl auch verdienen. Auch aus diesem Grund unternahmen wir zahlreiche Wanderungen in und um Oberstdorf herum oder auch in´s benachbarte Kleinwalsertal. Natürlich haben wir auch beide Hausberge, nämlich das Fellhorn (2038 m hoch) sowie das Nebelhorn (2224m hoch) erklommen, allerdings haben ehrlicherweise die Bergbahnen den Part des "Erklimmens" übernommen und wir saßen nur drin. Das Netz der Wanderwege ist ebenfalls sehr ausgeprägt und hervorragend beschildert, sodaß man sich nur unter größter Anstrengung verlaufen kann. Natürlich muss man auch die Heini-Klopfer Skiflugschanze sowie die Schattenbergschanze besucht haben und auch dieser Pflicht sind wir gerne nachgekommen und waren beeindruckt.

Das für uns alle Überraschendste aber war, dass wir drei Tage vor unserer Abreise unseren verschlafenen Augen nicht trauten. Da tanzten doch dichtgedrängt dicke wei0e Flocken vor dem Fenster und hatten bereits den Ponyhof selbst sowie ganz Oberstdorf in ein morgendlich weißes Kleid gehüllt. Es war über Nacht Winter geworden in Oberstdorf und das gab unserem Kurzurlaub noch einmal eine ganz besondere Note.

Zusammenfassend gesehen waren die Tage auf dem Ponyhof und in Oberstdorf ohne Abstriche einfach nur wunderschön und extrem erholsam, Oberstdorf ist für uns in Zukunft immer eine Reise wert!

Esche

Oberstdorf

Nebelhorn

Fellhorn

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