Urlaub in Ostfriesland

- Ein Reisebericht -

Auf der Suche nach einem Urlaubsziel für dieses Jahr haben wir uns wie immer den Kopf zerbrochen. Weit gereist waren wir schon häufig in den letzten Jahren. Plötzlich kam uns, warum und woher auch immer, die Idee, einfach mal unsere Heimat besser kennen zu lernen. Die kennt man oft am Schlechtesten. Und da wir eigentlich in einer Urlaubsregion, Ostfriesland, leben, boten sich doch eine Menge Ausflugziele, die wir noch gar nicht kannten. Es war also beschlossen, der Urlaub wurde selbstorganisiert und wir machten Urlaub in Ostfriesland. Damit wir das richtige Urlaubsfeeling hatten, haben wir uns an der Nordsee eine Ferienunterkunft gesucht. Schließlich wollten wir nicht in der eigenen Wohnung vom Alltag eingeholt werden.

Unsere Reise brachte uns nach Esens in das Haus Bärensuite. Zugegeben, es ist nicht direkt an der Nordsee, aber sehr nahe dabei. In ca. 5 Minuten mit dem Auto ist man schon am Strand von Bensersiel. Und das hat bei dem unbeständigen Wetter in Deutschland den Vorteil direkt am Strand auch ein Erlebnisbad zu bieten.

Aber natürlich wollten wir nicht nur an den Strand oder ins Schwimmbad, sondern unsere Heimat neu kennen lernen.

Dazu hatten wir uns einen Plan gemacht, der uns an jedem Tag zu einem anderen Ziel führen sollte.

Am ersten Tag fuhren wir nach Greetsiel. Das ist ein kleiner und ganz gemütlicher Fischerort mit einem sehr alten Ortskern und einem kleinen, aber durch Krabbenkutter und kleine Boote urgemütlichen Hafen. Dort konnten auch Ausflugsfahrten zu den Inseln gebucht werden. Direkt am Hafen ließen wir uns ein Mittagessen schmecken. Nachdem wir uns umgesehen und erkundigt hatten, stellten wir fest, dass man allein in diesem Örtchen eine ganze Woche Urlaub ohne Langeweile hätte verbringen können. Vielleicht beim nächsten Mal. Diesmal wollten wir ja Ostfriesland erkunden.

Die nächste Fahrt führte uns nach Emden. Otto´s Heimatstadt kannten wir nämlich auch noch nicht. Und natürlich mussten wir uns das Otto Haus, auf Platt „Dat Otto Huus“, ansehen. Es war schon lustig, all die Dinge die man aus dem TV kennt, nun auch mal in natura zu sehen. Das Otto Haus liegt direkt am „Delft“, einem Abschnitt des Hafens. Und wir hatten das Glück, den letzten der „Matjestage“ erwischt zu haben. Matjes in allen möglichen und unmöglichen Variationen so weit das Auge reichte. Unser Mittagessen war gesichert. Um nicht ziellos durch die Stadt zu laufen, hatten wir noch eine Stadtführung gebucht und erfuhren so viele interessante Sachen über eine Stadt, in deren Nähe wir doch eigentlich wohnten. Alles in allem ein anstrengender, aber sehr schöner Tag.

Unser kommendes Ziel war das Moormuseum in Moordorf. Die nach alten Vorbildern wieder aufgebauten alten Lehmhäuser und die Geschichte des Torfabbaus waren mehr als interessant und wir hatten einen richtigen Bildungstag, der auch noch Spaß machte.

Die Stadt Leer stand als nächstes auf unserem Programm. Kleiner als Emden, aber trotzdem mindestens genauso interessant. Am historischen Hafen tranken wir in einer Teestube Ostfriesentee nach alter Tradition. Das Teetrinken wird hier richtig als Zeremonie zelebriert und macht aus einer einfachen Tasse Tee ein kleines Erlebnis. Anschließend wanderten wir am Hafen entlang und erfuhren, dass dieser nach Hamburg der zweitgrößte Reedereihafen in Deutschland ist. Erstaunlich, denn Leer liegt ja noch nicht mal direkt an der Nordsee. Hier legen aber auch nicht die großen Pötte an, sondern die größten Reedereien haben hier ihre Niederlassungen. An der Tourist-Information erkundigten wir uns, was man noch unternehmen konnte und wurden auf die Idee gebracht, eine Paddel- und Pedaltour zu machen. Allerdings war das wegen der Gezeiten, die hier auch im Binnenland die Flüsse beeinflussen, nicht mehr möglich. Aber für den nächsten Tag konnten wir eine Tour ab Neßmersiel buchen.

In Neßmersiel bestiegen wir also ein Kanu und paddelten nach Hage. Vom Kanu aus erlebt man die ostfriesische Landschaft einmal ganz anders und es war gar nicht so anstrengend, wie wir es uns vorgestellt hatten. Als wir in Hage ankamen, wurden wir schon erwartet. Wir stärkten uns in gemütlicher Runde zusammen mit anderen Paddlern und fuhren anschließend mit den gemieteten Fahrrädern zurück nach Neßmersiel und von da aus zurück in unsere Unterkunft nach Esens.

Für den nächsten und auch letzten Tag hatten wir uns eine Fahrt mit dem Schiff von Neuharlingersiel nach Spiekeroog ausgesucht. Auf der Fahrt kamen wir recht nahe an die Seehundbänke heran und konnten diese schönen Tiere fast aus nächster Nähe beobachten. Auf Spiekeroog verbrachten wir einige faule Stunden am Strand, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Am nächsten Morgen ging es dann leider schon wieder nach Hause. Aber nun werden wir uns sicher öfter die Zeit nehmen, einfach mal Urlaub in der Heimat zu machen.

Claudia L.

Bensersiel

Greetsiel

Leer

Emden

Spiekeroog

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