Urlaub in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

- Ein Reisebericht -

Wasser, Schiffe, backsteingotische Gebäude, kleine Cafés, Bars und das Fahrrad, all das ist Greifswald.

Zwischen Rügen und Usedom am Greifswalder Bodden liegt diese abwechslungsreiche gleichnamige Hansestadt. Bei einem selbstorganisierten Städteurlaub, verbunden mit einem erholsamen Urlaub am Wasser, lassen sich ihre facettenreichen Seiten am besten erkunden. Durch die sehr gute Anbindung, ist der Reisende sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn in 2,5 Stunden von Berlin aus in Greifswald. Schon im Jahre 1284 erstmals urkundlich erwähnt, glänzt die Stadt heute wie nie zuvor in neuer Blüte. Der große Marktplatz, sowie der kleinere angrenzende Fischmarkt bilden mit dem roten Rathaus und den umliegenden alten historischen Speichern und Giebelhäusern das Zentrum der Stadt. Der 100 Meter hohe backsteingotische Dom St. Nikolai ist das Wahrzeichen Greifswalds und kann von Besuchern erklommen werden, die sich nach einem anstrengenden Aufstieg auf einen beeindruckenden Blick über das pommersche Land freuen können.

Greifswald ist Sitz einer Universität, die bereits im Jahre 1486 vom damals amtierenden Bürgermeister Heinrich Rubenow gegründet wurde. Das ihm zu Ehren errichtete Denkmal, der Audimax mit seinen denkmalgeschützten Stühlen und Bänken, sowie die barocke Aula sind in den letzten Jahren aufwendig restauriert worden. Sehr empfehlenswert ist eine Führung rund um den historischen Campus und das historische Studentengefängnis (der Karzer) oder die Nachtführung bei Kerzenschein und Geistergeschichten. Die Touristeninformation im roten Rathaus ist Interessierten nicht nur bei der Buchung der Führungen behilflich.

Fortbewegungsmittel Nummer 1 in Greifswald ist das Fahrrad. An lebhaften Uni -Tagen bleibt dies den Gästen im Zentrum nicht verborgen und sorgt stets für überraschte Gesichter, wenn die vielen Studenten in Scharen auf dem Weg zur Mensa an ihnen vorbei sausen. So erinnert das Bild vor der Mensa an der alten Wallanlage zur Mittagszeit schnell mal an einen riesigen Fahrradbasar. Mehrere Cafés und Bars laden nicht nur die zahlreichen Studenten zum Verweilen und schmausen ein. Ein Besuch des Gasthauses „Alter Fritz“ mit seinen landestypischen Spezialitäten lohnt sich bei einem Spaziergang durch den historischen Stadtkern. Seit einigen Jahren trägt die Stadt nun auch ihren offiziellen Namen „Universitäts- und Hansestadt Greifswald“.

Greifswald ist aufgrund der besonderen Lage ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Usedom oder Rügen. Die Usedomer Bäderbahn (UBB) macht ein Reisen zwischen diesen attraktiven Urlaubsorten problemlos und angenehm möglich.

Der Fluss Ryck durchfließt die Stadt vom malerischen Fischerdorf Wieck bis zum Museumshafen in der Innenstadt und weiter ins Landesinnere Vorpommern. Wieck ist mit seinen reetgedeckten Häusern, der schönen Mole und der heute noch von handbetriebenen dänischen Holzklappbrücke immer einen Spaziergang wert. Mit mehreren Buslinien kommen Besucher innerhalb weniger Minuten vom Zentrum bis zu diesem charmanten kleinen Stadtteil Greifswalds. Nicht nur Fischfreunde finden hier in den guten ansässigen Restaurants, wie der Fischerhütte oder der Fähre, ein vielfältiges Speisenangebot. Jedes Jahr Mitte Juli, ist das Fischerdorf auch Austragungsort der Gaffelrigg, die ein ganzes Wochenende mit einem großen Fischerfest gefeiert wird. Es ist nach der Hansesail das zweitgrößte Fest in Mecklenburg-Vorpommern. Angeführt wird die Gaffelrigg von der heimischen Schonerbrigg, dem Segelschulschiff „ Greif“.

Auch die Ruinen des Klosters „Eldena“, welches fuß nah von Wieck gelegen ist und bereits 1199 gegründet wurde, sind sehr sehenswert. Das Kloster diente schon dem Maler Caspar David Friedrich als Motiv für seine Bilder. Wer mehr über den Maler und seine Werke oder über die Stadt und sein Land erfahren möchte, ist im weit über die Grenzen hinaus bekannten Pommerschen Landesmuseum Greifswald immer herzlich willkommen.

K.Boese

Eldena

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