Urlaub quer durch Florida

- Ein Reisebericht -

Key West

Nach einem schier endlosen Flug kam ich endlich in Cape Coral an. Dort hatte ich für zwei Wochen, vom 15.07.-30.07. eine kleine Villa mit meinen Freunden gemietet- direkt an einem der unzähligen Kanäle. Ich vermisse die Atmosphäre der Villa noch heute.

Neben Selbstverpflegung und der Ruhe, die man nur aus den vielleicht eigenen vier Wänden kennt, konnte ich jeden Tag im Hauseigenen Pool baden, ohne gestört zu werden. Allerdings ist es fast zu schade, dort seine Zeit zu verbringen, denn das Wetter in Florida um diese Jahreszeit bringt hohe Temperaturen mit, morgens oft Sommergewitter. Da ein Schnellboot zur Villa dazugemietet wurde und man in Florida keinen Bootsschein braucht, konnte ich dieses häufig nutzen, denn das Kanalsystem führt direkt auf den Golf von Mexiko.

Natürlich ist es genial, die riesigen Straßen in Amerika zu genießen, die endlosen Weiten, aber mit dem Schnellboot kam ich sehr gut zu Fort Myers Beach, eine Strandregion mit zahllosen Restaurants, Bars und kleinen Läden. Wunderschön war, dass ein Restaurant namens Nervous Nellies direkt einen Bootsanlegeplatz hatte, dort hätte ich jeden Tag speisen können. Sie führten Karibische Gerichte genauso wie typisch Amerikanische, auch gesunde Küche- es war für jeden Geschmack etwas dabei!

Der Strand von Fort Myers Beach war sehr gepflegt und ruhig, den Sonnenuntergang konnte ich immer genießen, wenn nicht gerade Wolken am Himmel waren, aber sehr wichtig war beim baden gehen, dass man durch das Wasser schlurfen musste, weil sehr giftige Rochen in der Baderegion schwammen und diese einen stechen konnten, wenn man auf die trat. Auf vor kleinen Haien wurde gewarnt, obwohl sie für den Menschen ungefährlich sind. Im Nachhinein kann ich sagen, dass man als Urlauber sich auf jeden Fall vor möglichen Gefahren in der Natur informieren sollte.

Von Fort Myers Beach kam man auch gut nach Sanibel, einer malerischen Insel, wie man sie sich die Karibik vorstellt. Strand, Palmen, Sonne und warmes Wasser (immer um die 33°!) hatten mehrere Tage meiner zweiwöchigen Reise verschönert. Wenn man Glück hat, trifft man, wie ich, auf Landschildkröten, die leicht zu streicheln sind. Für Naturliebhaber ist diese Insel sehr faszinierend, wegen Flora und Fauna.

Mit einem gemieteten Mustang fuhr ich auch in den Süden Floridas, über Miami und die Everglades nach Key West. Über zahlreiche kleine, fast unbewohnte Inseln fährt man auf dem Highway zwischendurch auch komplett über den Golf von Mexiko, bis zum südlichsten Punkt Amerikas (Southernmost Point of U.S.).

Key West ist noch heute wie damals eine attraktive Insel, nicht umsonst hatte Ernest Hemingway dort sein Haus, das einen Besuch wert ist. Viele Häuser haben den südlichen Kolonialstil und sind so verlockend für eine Entdeckungstour durch die Stadt. Die Barmeile, mit der Lieblingsbar von Hemingway, Sloppy Joey´s beinhaltet viele Überraschungen, zum Beispiel eine Bar, in der überall unterschriebene BHs von Touristinnen hängen, sozusagen als Sammlung der Jahrhunderte. Für mich war es lohnenswert, dort zu übernachten, um mehr zu sehen.

Kurzum: Ich konnte Florida sehr vielfältig genießen, ich wurde auf der Rundreise von immer wieder Neuem überrascht und denke, dass es für jede Altersklasse etwas bietet, ein Besuch im "Kennedy Space Centre" ist zum Beispiel nicht nur für Weltraumfans empfehlenswert, sogar ich, als chronische Technikhasserin und Naturgenießerin war stark beeindruckt. Für Menschen, die das Baden lieben, ist allerdings die Westküste zu empfehlen, weil der Golf von Mexiko natürlich viel wärmer und ruhiger als der Atlantik ist.

Anonym

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