Wanderung im Schwarzwald

- Ein Reisebericht -

Die Gemeinde Hinterzarten liegt im Hochschwarzwald und zählt knapp 2700 Einwohner. Hinzu kommen in der Urlaubszeit noch einige Tausend auswärtige Gäste und Touristen. Während im Winter vor allem die Skilangläufer auf ihre Kosten kommen, sind dies von Frühjahr bis Herbst in erster Linie Wanderer. So ist nur zu verständlich, dass die Wälder rund um Hinterzarten von 200 Kilometern gut ausgeschilderter und markierter Wanderwege durchzogen sind.

Im Sommer 2011 – der bekanntermaßen weniger hielt, als er im Frühjahr versprochen hatte – gab es neben vielen regnerischen Tagen auch sonnige, mitunter sogar heiße Stunden. Und manchmal ziehen Gewitter über dann noch dunklere Wälder und nicht mehr ganz so ruhig daliegenden Seen des Schwarzwaldes.

Bei einer Wanderung von ungefähr acht Kilometern von der Drei-Sterne-Hotelpension Thomé zum Feldsee, der idyllisch unterhalb von Feldberg und Seebruck liegt, wurden wir von einem Gewitter überrascht. Obwohl erst für den späten Nachmittag angekündigt, blitzte und donnerte es bereits am Vormittag. Auf Höhe des Mathisleweihers beschlossen wir vorsichtshalber umzukehren, um die drei Kilometer in den Ort halbwegs trocken und unbeschadet zurück zu legen. Leider war das Gewitter schneller als unsere Schritte.

Der losgebrochene Regenschauer zwang uns bald unter den Schutz einer Tanne. Kurze Zeit später fanden wir eine Schutzhütte am Rande eines Grillplatzes. Hier warteten wir 1 ½ Stunden vergeblich auf ein Ende des Unwetters und der Regengüsse. Als der Regen ein wenig nachließ wagten wir den Aufbruch. Nach wenigen Minuten kamen wir an einer Koppel vorbei, auf der vier Pferde Regen und Wind trotzten. Als ganz in der Nähe über einem Waldstück ein Blitz zuckte und fast zeitgleich der Donner grollte, wieherte eines der Pferde erschrocken auf und galoppierte einige Meter über die Koppel. Die übrigen Pferde hoben nur kurz ihre Köpfe – es sah aus, als ob sie die Mähnen schüttelten über so viel fehlgeleitete Energie – und grasten seelenruhig weiter.

Unsere Schuhe platschten nun noch ein wenig schneller durch die immer zahlreicheren Regenpfützen. Trotzdem waren wir bei Ankunft im Hotel durchnässt: Die Regenbekleidung hatte nicht das gehalten, was wir uns von ihr versprochen hatten. Wie zum Hohn zog das Gewitter jetzt ab, der Regen hörte auf und eine Stunde später schien die Sonne wieder durch die abziehenden Wolken. Es versteht sich von selbst, dass auch wir kurze Zeit später wieder in die feucht dampfenden Wälder zogen.

Abends waren wir dann erschöpft und zufrieden. In einem der zahlreichen Restaurants ließen wir uns entsprechend verwöhnen. Auch für das leibliche (und kulturelle) Wohl bietet Hinterzarten und sein Umland einiges. Einen Wanderurlaub im Schwarzwald kann ich wärmstens empfehlen.

TG

Feldberg im Schwarzwald

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