Wanderurlaub auf der Blumeninsel Madeira

- Ein Reisebericht -

Madeira, die "Insel des ewigen Frühlings", liegt westlich der Küste Marokkos, gehört aber zu Portugal. Da dort das ganze Jahr milde Temperaturen herrschen (auch im Dezember beträgt die Durchschnittstemperatur etwa 20°C), lohnt sich ein Besuch der Insel auch außerhalb der Hauptsaison.

Nach etwa vier Stunden Flug landet man auf dem Flughafen Santa Catarina in Santa Cruz

Santa Cruz, nahe der Hauptstadt Funchal.

Schon mit dem Landeanflug auf die Insel erlebt der Besucher das erste Highlight seines Urlaubes, da durch eine schöne Rechtskurve vor der Landung ein wunderbarer Blick auf die Küste Madeiras möglich ist.

Wir verbrachten unsere Woche auf Madeira in einem Sporthotel, direkt an der Küste gelegen. Es sei direkt gesagt, dass Madeira keine Insel für Badetouristen ist. Die Insel ist komplett von Felsenküste umgeben, Sandstrände sucht man vergebens. Viele an der Küste gelegene Hotels haben aber einen eigenen Zugang zum Meer. Während unseres Aufenthaltes wehte oft ein rauer Wind, die Wassertemperatur war aber dennoch sehr angenehm.

Da die Insel sehr viel zu bieten hat, ist eine Woche Urlaubszeit schnell verplant. Ein Besuch der Hauptstadt Funchal ist für jeden Besucher ein Muss. Hierfür sollte auch ein kompletter Tag eingeplant werden. Die örtliche Markthalle "Mercado dos Lavradores" beeindruckt durch die Vielfalt an Früchten, die alle auf der Insel wachsen. Direkt aus der Hand der Markthändler kann man im Vorbeigehen Maracujas, Bananen oder Mangos probieren. Im Untergeschoss befindet sich eine große Halle, in der frisch gefangener Fisch angeboten wird.

Nach dem Besuch der Markthalle lohnt sich in Funchal eine Fahrt mit der Kabinenseilbahn hoch in das kleine Dorf Monte. Dort Genießt man bei einem kühlen Getränk einen herrlichen Ausblick auf die Bucht von Funchal. Wieder hinunter geht es entweder erneut mit der Seilbahn oder aber ein Teilstück mit den berühmten Korbschlitten. Hier erlebt der Besucher die traditionsreiche Schlittenabfahrt, ganz ohne Schnee, jedoch zu stolzen Preisen (30€ pro Schlitten für 2 Personen).

Den Tag in Funchal kann man mit einem leckeren Essen beenden. Empfehlenswert sind die zwei bekanntesten Spezialitäten der Insel - Espada und Espetada.

Dabei handelt es sich im ersten Fall um den (über Tag noch in der Markthalle bewunderten) schwarzen Degenfisch, der als Filet mit Banane serviert wird, im zweiten Fall um einen köstlichen Rinderspieß, der über offenem Feuer geraten wird.

Die wahre Schönheit der Insel bekommt der Besucher nur dann zu Gesicht, wenn er sie per pedes erkundet. Getreu dem Motto "Du warst nur wirklich da, wo du zu Fuß warst", bieten sich jedem Besucher atemberaubende Ausblicke auf einer der zahlreichen Wanderungen. Wichtig ist, sich geeignet zu kleiden (feste Schuhe, Jacke). Außerdem empfiehlt es sich, vor Urlaubsantritt einen Wanderführer der Insel zu kaufen. Dort sind die Routen von leicht bis sehr anspruchsvoll eingeteilt. Generell gilt, dass man für jede Wanderung gut zu Fuß und schwindelfrei sein sollte.

Entlang der Levadas, dem Bewässerungssystem der Insel kann man so die Insel erkunden und wird mit beeindruckenden Ausblicken belohnt.

Zuletzt sei noch erwähnt, das Madeira für Taucher, und die die es werden wollen, einige Tauchschulen beherbergt. Einen kleinen Einblick in die Schönheit der Unterwasserwelt der Atlantikinsel kann man auch durch das Leihen einer Schnorchelausrüstung (~10€ pro Tag) bekommen.

Madeira beeindruckt durch gutes Essen, eine abwechslungsreiche und spannende Landschaft sowie durch schönes Wetter das ganze Jahr. Ein Besuch lohnt sich für Abenteuerlustige, Wanderer und Naturliebhaber -

weniger jedoch für Strandurlauber. Wir haben unsere selbstorganisierte Reise nach Madeira nicht bereut!

K. Rohmann

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