Wanderurlaub im Chiemgau

- Ein Reisebericht -

Kufstein

Heuer ist meine Tochter noch klein, aber groß genug, um unseren ersten Urlaub im Ferienhaus in den Bergen zu wagen. Wir mieten uns eine Ferienwohnung auf einem Bauernhof in Sachrang. Das ist ein kleines Bergdorf im Chiemgau kurz vor der österreichischen Grenze. Gasthöfe gibt es viele.

Die Anfahrt ist unspektakulär auf der Autobahn. Den Rastplatz am Chiemsee steuern wir nicht an, sondern fahren durch bis zur Wohnung. Erst nachdem wir die Autobahn verlassen haben, kommt Urlaubsstimmung auf. Aschau selbst ist ein schöner Ort, der reichlich Einkaufsgelegenheiten bietet, das sehen wir schon beim durchfahren. Weiter geht es nach Hohenaschau. Linker Hand sehen wir ein leider verfallendes Schloss mit einem mächtigen Tor. Mitten im Tal erhebt sich ein kleiner, aber steiler Berg, auf dem das Schloss Hohenaschau thront. Weiß und strahlend leuchtet es in der Sonne. Auf der schmalen Straße geht es im engen Tal weiter bis nach Sachrang zu unserer Ferienwohnung.

Wir planen nur kleine Wanderungen, weil ich unter Umständen meine Tochter lange tragen muss. Diesmal geht aufwärts zur Samer-Alm, die in der Nähe von Aschau liegt. Der Aufstieg erfolgt auf einem breiten Weg entlang eines Flusses, auf dem andere Familien auch mit Kinderwagen unterwegs sind. Dafür ist er mir doch zu holprig, aber offenbar geht es. Nachdem wir den Wald verlassen haben, kommen wir zur ersten bewirtschafteten Alm. Die lassen wir links liegen und steigen weiter auf. Der Weg wird schmäler aber immer noch recht breit, sodass es mit kleinen Kindern kein Problem ist. Auf den Almwiesen beiderseits weiden Kühe während Kühe, während wir langsam auf die Samer-Alm zulaufen. Das ist eine kleine, bewirtschaftete Alm, die noch richtig zünftig ist. Obwohl viele andere Wanderer da sind, eine Gruppe macht sogar Musik, fühlten wir uns hier nicht in einem Gasthaus. Von der Terrasse aus eröffnet sich ein schöner Blick auf den Chiemsee. Wir können die Segelboote mit ihren weißen Segeln auf dem glitzernden See erkennen. Nach einer langen Pause und einer Bretteljause machen wir uns wieder an den Abstieg.

Kufstein ist an diesem herrlichen Tag unser Ziel. Die Sonne scheint, ein paar Wolken verzieren den Himmel. Wir fahren rüber nach Österreich, vorbei an einem Bio-Bauernhof, wo wir schon öfter Milch, Käse und andere Erzeugnisse gekauft haben und einmal sogar die Milchkannen aus der Alm in einer Lastenseilbahn gesehen haben. Was für ein Erlebnis für meine Tochter. Nach den Serpentinen und der Taldurchquerung führt uns die Straße immer näher an den Zahmen Kaiser heran. Schließlich verläuft die Straße direkt neben der steil aufsteigenden Wand. Es ist nur ein Ausläufer, nicht sehr hoch im Vergleich zum ganzen Berg, aber durch die Nähe doch sehr beeindruckend. In Kufstein angekommen, machen wir uns zugleich auf den Weg zur Burg. Majestätisch erhebt sie sich über den Ort. Der Fußweg beginnt bei dem Denkmal. Steil geht es auf einem schmalen Weg im Wald aufwärts. Der Anstieg ist anstrengend, vielleicht hätten wir doch besser mit dem Auto fahren sollen? Oben angekommen sind wir froh doch gelaufen zu sein, die wenigen Parkplätze sind überfüllt. Die Burg bietet einen herrlichen Ausblick über das Land, den man auch aus verschiedenen Räumen der Burg bewundern kann. Verschiedene Stationen in der Burg sind hergerichtet und beschrieben. Natürlich muss ich den Rundgang machen und mit meiner Tochter Burgfräulein spielen. Sogar in den Keller wagen wir uns. Nach einem reichhaltigen Mal in der Gaststätte machen wir uns wieder an den Abstieg. Wir machen noch einen Stadtbummel und kaufen ein paar Mitbringsel.

M. Fuchs

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