Willkommen in der Fontanestadt Neuruppin!

- Ein Reisebericht -

Neuruppin ist eine kleine Großstadt oder eine große Kleinstadt.

Hier geboren und aufgewachsen, besuche ich, seit ich nun in Bremen wohne, fast jedes Jahr die wunderschöne Stadt, die reizvoll in der satten, farbigen Landschaft der Ruppiner Schweiz liegt.

Sie lädt ein zu einer Pauschalreise!

Zu DDR-Zeiten sah die Stadt sehr mitgenommen aus. Seit der Wende 1989 hat sie sich sichtlich erholt. Die Häuser an der Hauptstraße zeigen sich in vornehmen Pastellfarben, ein Drittel der Altstadt ist restauriert.

Wir erkennen Rundbögen in der Stadtmauer, die der Gartenarchitekt und Landschaftsgestalter J. Peter Lennè erdachte.

Friedrich der Große lebte wichtige Jahre seines Lebens in Neuruppin, von 1732 bis 1740 als Kronprinz. Er ließ sich inmitten der Stadt einen Garten anlegen, Amalthea, errichtet von Knobelsdorff.

Der Tempelgarten, ist ein Prachtstück brandenburgischer Gartenkunst. Er wurde 1997 restauriert und gehört heute zu den touristischen Höhepunkten Neuruppins. Das historische Gebäude beherbergt eine Gaststätte.

In Neuruppin gab es bedeutende Persönlichkeiten Deutschlands: der märkische Dichter Theodor Fontane („Wanderung durch die Mark Brandenburg“), den Baumeister des preußischen Klassizismus, Karl Friedrich Schinkel, den Orient-Maler Wilhelm Gentz, den Drucker Gustav Kühn. Letzterer gestaltete den berühmten „Neuruppiner Bilderbogen“. Wer möglichst alles und genau wissen möchte, besucht das Heimatmuseum Neuruppins. Auch ein Fontane-Zimmer ist hier zu sehen. Das Geburtshaus Fontanes ist heute eine Apotheke, die jeder betreten kann.

Das älteste Bauwerk Neuruppins ist die etwa 800 Jahre alte Klosterkirche, das Wahrzeichen der Stadt. Sie befindet sich an der Stadtmauer, an der Uferpromenade, mit Blick auf den herrlichen Ruppiner See.

Das „Rheinsberger Tor“ inmitten der Stadt ist ein Bürger-Bahnhof und Sitz der Tourismus-Information.

Die Ruppiner Schweiz verblüfft durch den nahtlosen Übergang von der Stadt hinein ins Land. Nur Minuten, und man ist inmitten der sanften, hügeligen Landschaft mit tiefen stillen Seen. Es gibt Eichen und Buchen an Getreidefeldern und Wiesen. Mohnblumen wachsen am Wegesrand.

Verschiedene kleine Badestellen sind umringt von Wasser und Wäldern. Es ist, als wäre die Erde dem Himmel nah. Die Ruppiner Seenplatte ist ein Paradies für Wassersportler und Naturliebhaber.

Die Fahrgastschifffahrt Neuruppins gehört zum Feinsten, das die Fontanestadt zu bieten hat. Auf den Luxuslinern kann man sogar „in den Hafen der Ehe steuern“.

Einen Katzensprung entfernt von Neuruppin erreicht man Lindow, Altruppin und Rheinsberg.

Zwar auch mit Auto, besser aber als Passagier der Neuruppiner Fahrgastschifffahrt gelangt man nach Boltenmühle, seit 1718 gelegen am romantischen Tornowsee. Selbst Friedrich der Große war neidisch auf die schöne Wassermühle. Schon zu DDR-Zeiten war sie ein beliebtes Ausflugsziel, brannte nach der Wende leider ab, wurde aber nach dem alten Vorbild wieder aufgebaut und ist heute ein wunderschönes Hotel. Sehenswert die Fachwerkbauten und der Binenbach, der sich mitten durch die Gaststätte schlängelt.

Es gäbe noch viel zu berichten, aber selbst die Schönheiten Neuruppins und der Ruppiner Schweiz kennen zu lernen, ist unverzichtbar! Diese Pauschalreise ist jedem zu empfehlen!

Gabriela Molnar

Neuruppin

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