Wunderbare Tage in Colmar

- Ein Reisebericht -

Colmar

Wunderbare Tage in Colmar

oder: selbstorganisierter Urlaub im Elsaß

Als Fan von Kurzreisen, die ich immer mehrmals im Jahr einplane, wollte ich in diesem Jahr einmal wieder das Elsass besuchen. Dies bietet sich bei mir auch für ein Wochenende an, da es von meiner Süddeutschen Heimat nicht allzu weit entfernt liegt. Diesmal sollte Colmar besichtigt werden. So war schnell ein Hotel in der Grenzregion gefunden, das gute Leistung mit angemessenem Preis verband.

Nachdem sich unsere Anreise leider durch zahlreiche Staus etwas verzögerte brauchten wir doch etwas mehr als die von uns errechneten 3,5 Stunden bis zu unserem Ziel. Doch das tat unserer Laune keinen Abbruch, freuten wir uns doch schon die ganze Woche auf die schönen Tage im Elsass.

Selbstorganisierter Urlaub wird zum Highlight

Colmar liegt nicht weit von der inoffiziellen Hauptstadt des Elsass Strassbourg entfernt und wird deswegen oft, aber zu Unrecht, mit weniger Beachtung gewürdigt. Der erste Eindruck, der sich uns bot, war in fast allen Städten das unschöne Entree beim Einfahren in den Ort. Wie auch in Deutschland reihen sich hier Supermärkte und andere hässliche Gebäude zu einem grauen Gürtel um die Stadt. Dies darf einen aber nicht abschrecken. Hat man nämlich erst einmal die Innenstadt von Colmar erreicht, weiß man, dass sich die Reise in jedem Fall gelohnt hat. Auf den ersten Blick werden malerische Altstadtgässchen sichtbar, die aus winzigen bis riesigen Fachwerkbauten bestehen. In zahlreichen Farben reihen diese sich an hügeligen Straßen aneinander und laden zum ausdauernden Fotografieren ein. Unser erster Gang führte ins berühmte Museum d´ Unterlinden, indem ich endlich einmal den berühmten Isenheimar Altar von Mathias Grünewald besichtigen musste. Diese berühmte Stück abendländischer Kultur allein war unsere Reise hierher wert, wie ich finde. Zudem finden sich in diesem Museum zahlreiche Werke anderer namhafter Künstler, wie beispielsweise Martin Schongauer und Hans Holbein der Ältere, sowie archäologische Funde und Kunsthandwerk. Im nahen Martinsmünster stehen einem wunderbar Glasfenster zur Besichtigung offen. Wer mit Kindern unterwegs ist, dem sei von meiner Seite auf alle Fälle das Spielzeugmuseum Colmar empfohlen.

Genügend Zeit sollte man sich auf alle Fälle für die zahlreichen Häuser der Altstadt nehmen. Ob das Großbürgerhaus mit den hundert steinernen Gesichtern an der Fassade oder die zahlreichen anderen, zu denen gute Reiseführer viele Geschichten zu erzählen wissen - sie erst geben Zeugnis von einer bewegten Geschichte und dem Leben das seit vielen hundert Jahren hier blüht.

Wenn einem nach ausgiebigem Besichtigen und Laufen dann der Magen knurrt, hält Colmar unzählige Elsässer Spezialitäten parat, die unbedingt versucht werden müssen. Ob Flammkuchen in einem der zahlreichen Restaurants der Altstadt oder die vielen Spezialitäten, süß und salzig, die es in der alten Markthalle zu bestaunen und zu kaufen gibt. Hier muss niemand hungrig bleiben.

Das schönste Fleckchen Colmars ist meines Erachtens nach das Stück der Altstadt, das von der Lauch durchzogen wird. Hier schmiegen sich die alten Häuser nahe an den Uferrand. Zahlreiche Brücken und kleine Wege versetzen einen in ferne Zeiten. Nicht umsonst wird dieser Stadtteil Klein-Venedig genannt.

Wer den Tag in Colmar romantisch ausklingen lassen möchte, der kann dies mit einer Bootsfahrt auf der Lauch im abendlichen Dämmerlicht tun.

So bleibt mir nur zu sagen…. Colmar ist auf alle Fälle eine Reise wert.

I. von Cluny

Unsere Servicezeiten:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 22:00 Uhr
Freitag - Samstag: 09:00 - 20:00 Uhr
Sonn- & Feiertage: 11:30 - 20:00 Uhr

Jetzt anrufen!