Zülpich

- Ein Reisebericht -

Wer denkt nicht an Köln, Xanten oder Trier wenn von Römerstädten die Rede ist? Einst kamen sie zu uns und siedelten sich an. Sie hinterließen aber nicht nur in den genannten Städten ihre Spuren, auch in Zülpich kann der Besucher ihre Hinterlassenschaft bestaunen. Sei es die Stadtmauer oder aber die Römerthermen, die vor einigen Jahren ausgebaut wurden. Bereits in den 1930er Jahren entdeckten Arbeiter bei Ausgrabungen ein Römerbad und richteten es fortan als Museum ein. Bei erneuten unterirdischen Arbeiten fand man noch mehr von diesem einzigartigen Bad und man kam zu dem Entschluss, die Funde zu einer großen Therme auszubauen. Und da sich diese neben der Pfarrkirche der Stadt befindet, war es für uns Besucher ein leichtes diese auszumachen.

Aber Zülpich kann mit mehr aufwarten. Neben den vier Stadttoren und der Landesburg, ( in ihr wurde noch in den 1980er Jahre Schnaps gebrannt ) gefiel uns die Kirche St. Peter, die mit ihrer Krypta ebenfalls ein Anziehungspunkt ist. Das Köln - und Münstertor haben sich zwei Karnevalsvereine der Stadt zu Eigen gemacht und liebevoll restauriert. Wir hatten großes Glück, und konnten das Münstertor begehen. Hoch oben auf der Plattform hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und ihre Weite. Es war nur etwas windig, trotz des herrschenden Sommerwetter´s.

Doch damit nicht genug während unseres selbstorganisiertem Urlaub...

Die Altstadt besticht mit ihren Geschäften und den zahlreichen Imbissen sowie Cafés. Wir ließen es uns nicht nehmen in einer Eisdiele Rast zu machen, die uns Ansässige empfahlen. Wir wurden nicht enttäuscht; die Eiskreationen waren wirklich lecker! Überhaupt ist

für das leibliche Wohl in Zülpich bestens gesorgt. In der Altstadt reiht sich ein Imbiss, ein Restaurant neben dem anderen. Der Besucher hat die freie Auswahl. Ob italienisch, griechisch oder chinesisch, aber auch gute Hausmannskost - hier ist wirklich für jeden Gaumen etwas dabei. In den nicht weit entfernt liegenden Kneipen kann man sich dann ein gut gekühltes Kölsch schmecken lassen.

Hervorragende Einkaufsmöglichkeiten bieten die Supermärkte und Discounter sowie Modeboutiquen und Schuhgeschäfte. Zwar haben sich diese etwas von der Innenstadt komplett entfernt, jedoch sind alle sehr gut zu Fuß erreichbar.

Etwas stadtauswärts gelangten wir zum Natur- und Sportsee, malerisch gelegen zwischen Bäumen und Sträuchern. Hier kann man beim warmen Wetter nicht nur surfen, segeln und Tretboot fahren - auch das Schwimmen bereitet Groß und Klein großes Vergnügen. Wir entschieden uns für das Tretbootfahren. Zwar holten wir uns während unserer "Entdeckungstour" einen Sonnenbrand, doch sahen wir die vielen Schwimmvögel die dort nisten. Schwäne, Enten, Blesshuhn um nur einige zu nennen. Von dem Feldhamster sahen wir nichts. Er ist dort schon seit Jahren dort heimisch und steht unter Naturschutz.

Da unser Hotel ( Dombrovski ) recht nahe der Innenstadt gelegen war, konnten wir am Abend in einer Gaststätte einkehren und mit den Bewohnern die jährliche Maikirmes ein wenig feiern. Lange sind wir nicht geblieben, denn wir waren rechtschaffen müde von unseren Erkundungen in und um Zülpich. Aber für den nächsten selbstorganisierten Urlaub wollen wir wieder nach Zülpich kommen. Schließlich, so versicherte man uns, hätten wir noch längst nicht alles von dieser Stadt gesehen und erlebt.

Wer Zülpich also einmal besuchen möchte, der stellt schnell fest: Der Kreis Euskirchen ist eine große Schatztruhe - und die kleine Römerstadt Zülpich das Juwel darin.

Zülpich

I.Herrmann

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