Assuan-Staudamm

- Sehenswürdigkeit -

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts machten sich de Ägypter Gedanken darüber, wie sie den Nil aufstauen könnten. In der Nähe der Stadt Assuan wurde daraufhin ein Damm errichtet, um den Fluss regulieren zu können, denn Hochwasser stellte für die Ägypter seit jeher ein großes Problem dar. Dieser alte Assuan-Damm wurde im 20. Jahrhundert noch erhöht und besteht bis heute.
Dennoch begannen 1960 die Arbeiten an einem weiteren, ungleich größeren Staudamm einige Kilometer flussaufwärts der alten Mauer. Dieser zählt heute zu den größten Staudämmen der Welt und wurde u.a. auch von deutschen Firmen mitgeplant. Später engagierte sich die Sowjetunion stark an diesem, aus ihrer Sicht, Prestigeprojekt. So entstand ein Damm mit einer Länge von nahezu 4 Kilometern Länge und einer Kronenhöhe von 111 Metern. Das Stauvolumen umfasst gewaltige ca. 168 km³ Wasser. 1976 war der Stausee fertig und gefüllt.
Mit dem Bau verfolgte Ägypten vor allem wirtschaftliche Gründe, insbesondere sollte die landwirtschaftliche Produktion entlang des Nils durch verbesserte Bewässerungsmöglichkeiten stark ausgedehnt werden. Das im Damm verbaute Wasserkraftwerk sorgt dazu für Stromproduktion – wichtig auch für die Hauptstadt Kairo.

Im nun vom Stausee überspülten Niltal lagen wichtige Kulturdenkmäler des Alten Ägyten. Diese wurden mit wenigen Ausnahmen nicht vor den Fluten gerettet. Heute ist vor allem der aufgestaute Nilschlamm ein Problem. Er fehlt im Unterlauf und im Mittelmeer, sorgt im Gegenzug jedoch für eine Verlandung des Stausees selbst.

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