Blohm + Voss

- Sehenswürdigkeit -

Blohm + Voss


Blohm + Voss ist eine Schiffswerft mit Sitz im Hamburger Hafen. Die Werft befindet sich an der Nordelbe und ist eine der letzen Großwerften im Hamburger Hafen. Heute werden hier Handelsschiffe, Marineboote und auch Yachten gebaut.

Im Jahre 1877 wurde die Werft von Hermann Blohm und Ernst Voss gegründet. Zunächst wurden nur neue Schiffe gebaut. Später entschied man sich dazu, auch Schiffe zu reparieren, was den Umsatz ein wenig beflügelte. Das Unternehmen expandierte stetig, woraufhin 1905 auf 560.000 m² mit drei Kilometern Wasserzugang ausgeweitet wurde, nach Verhandlungen mit dem Hamburger Senat. Durch diese Expansion hatte die Schiffswerft Blohm + Voss in dieser Zeit das größte Werftgelände der ganzen Welt. Ein neu erbauter Hebekran war ebenfalls weltweit der größte seiner Art. Ein Schimmdock, welches 1908 eingeweiht wurde, war mit seiner Hebekraft von rund 46.000 Tonnen das größte Dock, weltweit.

Nach dem Tod von Hermann Blohm und Ernst Voss übernahmen deren Söhne das Unternehmen. Trotz einiger Aufträge und rekordbrechender Ausstattung lief das Geschäft mit dem Schiffsbau nur mäßig. Durch den ersten Weltkrieg verzeichnete das Unternehmen ein großes Plus. Besonders U-Boote wurden zunehmend hergestellt und kurbelten den Gewinn in der Werft an.

Zwischen den beiden Weltkriegen stagnierte der Wachstum der Werft. Die Weltwirtschaftskrise machte auch Blohm + Voss zu schaffen.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs verzeichnete das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. Die Nationalsozialisten nutzen die Werft zu Propagandazwecken und subventionierten Blohm + Voss. Öffentliche Mittel flossen in die Unterstützung der Werft und die Aufrüstung brachte dem Unternehmen unzählige Aufträge ein. Blohm + Voss beschäftigten in der Zeit des Krieges Zwangsarbeiter und Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme. Jene Zwangsarbeiter mussten unter menschenunwürdigen Umständen in der Schiffsproduktion arbeiten und viele der Arbeiter starben in der Werft. Eine genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt.

Einige Bombenangriffe richteten schließlich großen Schaden an der Werft Blohm + Voss an. Dennoch blieb sie produktionsfähig. Nach dem Krieg wurde die Werft schließlich geschlossen.
Bis heute zahlt das Unternehmen eine unbekannte Geldsumme an den Entschädigungsfond für Zwangsarbeiter.

Im Laufe der 1950er Jahre wurde es Blohm + Voss von den Alliierten nach und nach den Betrieb wieder aufzunehmen. Es folgten Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens und heute befindet sich ein Großteil der Aktienanteile im Besitz von ThyssenKrupp.

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