Bundeskanzleramt (Bonn)

- Sehenswürdigkeit -

Wer den Hauch bundesrepublikanischer Geschichte hautnah Spüren möchte, ist am alten Bundeskanzleramt in Bonn genau richtig. Das Gebäude war von 1976 bis 1999 Sitz des Bundeskanzlers, heute hat hier das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seinen Hauptsitz.

Zunächst diente das benachbarte Palais Schaumburg in Bonn der jungen Bundesrepublik als Kanzleramt. Dieses fungiert noch heute als zweiter Dienstsitz des Kanzlers. Es wurde 1976 eingeweiht, nachdem der Platz im Palais Schaumburg und seinen Erweiterungsbauten zu klein geworden war. Eine eigens eingerichtete Planungsgruppe war mit dem Bau des neuen Amtes beauftragt. Es wurde im funktionalen Stil der 70er Jahre errichtet, die Architektur war umstritten. Es handelt sich um einen Stahlskelettbau mit großen Fensterfronten. Im Zuge des Einzugs des Bundesentwicklungsministeriums wurde das Gebäude aufwendig Asbest saniert.

Ebenfalls im Park des Palais Schaumburg befindet sich der Kanzlerbungalow, das ehemalige Wohnhaus des Bundeskanzlers. Das Gebäude gilt heute als wichtiges Zeugnis deutscher Nachkriegsarchitektur und steht unter Denkmalschutz. Der Flachbau besteht aus zwei versetzten Quadraten mit jeweils einem Innenhof. Die jeweiligen Kanzler nutzen den Bungalow unterschiedlich intensiv: während Helmut Kohl hier mehr als 16 Jahre wohnte, nutzte Willy Brandt den Bungalow nur zu offiziellen Anlässen. Seit 1999 steht das Gebäude leer, eine Dauerausstellung des Haus der Geschichte erinnert an die Kanzler der Bundesrepublik.

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