Chilehaus

- Sehenswürdigkeit -

Das Chilehaus


Im Kontorhausviertel in Hamburg ist das Chilehaus zu finden. Es gilt als beispielhaft für den so genannten „Backsteinexpressionismus“- also eine Art expressionistische Architektur, welche hauptsächlich Backsteine verwendet. Das Chilehaus in Hamburg ist seinem Gebäudetyp nach ein „Kontorhaus“. Diese Kontorhäuser sind in einem Zeitraum von ca. 40 Jahren von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts besonders im Norden Deutschlands entstanden. Nach nordamerikanischen Vorbild sollten sie vor allem als Bürogebäude dienen. Aus diesem Grund tragen sie auch den Namen „Kontor“, was ein veralteter Ausdruck für „Büro“ ist.

Das Chilehaus ist in zwei Jahren entstanden und konnte 1924 eröffnet werden. Aufgrund seiner zehn Stockwerke und einer Gesamtfläche von ca. 36.000m² kann dieses Kontorhaus als eines der ersten Hochhäuser in Hamburg gelten. Seinen Namen verdankt das Chilehaus seinem Bauherren Henry Sloman. Der Unternehmer Sloman wurde durch den Handel mit Salpeter aus chilenischen Minen vermögend und verbrachte selber über30 Jahre in Chile. Deswegen taufte er das unter dem Architekten Fritz Höger entstandene Gebäude Chilehaus.

Architektonisch auffällig ist die nach Osten weisende Spitze, welche an einen Schiffsbug erinnert. Sie gilt als Sinnbild der expressionistischen Architektur. Nicht nur aus diesem Grunde wurde das Chilehaus kurz nach seiner Eröffnung auf der ganzen Welt abgebildet. Die Architekturfotografen Adolf und Carl Dransfeld lichteten das Chilehaus auf solch künstlerische Weise ab, sodass es weltweit bekannt und beliebt wurde.

Parallel stand das Chilehaus jedoch auch für den Durchhalte- und Wiederaufbauwillen der Hamburger Wirtschaft zu Zeiten der Inflationskrise in den 1920er Jahren im Anschluss an den ersten Weltkrieg.

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