Crap Sogn Parcazi

- Sehenswürdigkeit -

Die Crap Sogn Parcazi im Kanton Graubünden

Die Crap Sogn Parcazi, was übersetzt bedeutet Stein des heiligen Pankratius, sind die Ruinen einer frühmittelalterlichen Kirchenburg. Sie liegen im Kanton Graubünden in der Schweiz, genauer gesagt in Trin. Man geht davon aus, dass es sich bei den Crap Sogn Parcazi um die frühere Burg Hohentrins handelt, welche man zunächst an einem anderen Ort vermutete. Die Ruine liegt auf einem steil emporragenden Felsblock beim Pass Porclas. Der Aufstieg ist schwierig, geht es zunächst noch über einen steilen Pfad, sind die letzten Meter über einen in den Fels geschlagen Aufstieg mit Sicherungsseilen zu bezwingen. Über das Entstehungsjahr und die Geschichte der Crap Sogn Parcazi lässt sich nur mutmaßen. Geschätzt wird ca. das Jahr 750. Die Ruine mit den Anlagen und Zugängen wurde durch eine Stiftung in den Jahren 2009-2011 saniert. Nur wenige Überreste der alten Mauern wurden gefunden und konnten zugeordnet werden. So bestand die Kirche wohl aus einem sogenannten Langhaus mit einer östlich liegenden Apsis. Diese Apsis stellte in früheren Kirchenbauten den Altarraum dar. Auf der nördlichen Seite befand sich aller Voraussicht nach ein Baptisterium, die Taufkapelle einer Kirche. Dieses Baptisterium scheint eines der ältesten der Schweiz zu sein, auch älter als die anderen Überreste in der Ruine. Überreste der Kirche mit dem Baptisterium und dem Altar sind noch vorhanden. Hinweise auf einen Bergfried gibt es keine, gefunden wurde nur ein wohl rechteckiger Turmbau, vermutlich die einstige Pfarrwohnung. Die ganze Ebene auf dem sich die Burg befand war von einer Ringmauer umgeben. Zudem fand man Überreste der Zisterne, einen unterirdischen Behälter für Trinkwasser oder auch Taufwasser.

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