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Fleischbrücke

- Sehenswürdigkeit -

Beim Gang über diese Brücke ist den meisten wohl kaum bewusst, wie alt das Bauwerk schon ist, dass sie da gerade betreten haben. Die Fleischbrücke in Nürnberg wurde 1598 vollendet und hat die Zeiten seither praktisch unverändert überdauert. Auch der Zweite Weltkrieg konnte ihr nichts anhaben, lediglich das Mauerwerk wurde 2004 und 2005 saniert. Seit den 70er Jahren steht die Brücke zudem unter Denkmalschutz.

Die Fleischbrücke überspannt die Pegnitz mitten in der Nürnberger Altstadt – 27 Meter sind es von einem Ufer zum anderen. Es ist die engste Stelle der Pegnitz innerhalb der Stadt. Die Brücke aus Naturstein gilt als wichtiges Bauwerk der Spätrenaissance. Ihr Vorgängerbau war bereits eine steinerne Brücke, die jedoch bei einem Hochwasser beschädigt wurde. Daraufhin beschlossen die Stadtväter, an dieser Stelle eine neue Brücke zu bauen – diesmal ohne Mittelpfeiler und möglichst flach.

Der Name „Fleischbrücke“ geht auf das einst unmittelbar an der Brücke gelegene Fleischhaus zurück. Die Rialto-Brücke in Venedig diente vermutlich als Vorbild, doch die Nürnberger Fleischbrücke stellte an die Ingenieure nochmals höhere Anforderungen. Das veranlasste die Bundesingenieurkammer in Berlin die Brücke mit einem ganz besonderen Preis auszuzeichnen: sie trägt nun den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurkunst in Deutschland“.