Golm (Usedom)

- Sehenswürdigkeit -

Der Golm ist ein Hügel auf Usedom und gleichzeitig die höchste Erhebung der Insel. Der Berg und seine Umgebung stehen inzwischen unter Naturschutz und dienen als Brutplatz vieler wichtiger Vogelarten. Er entstand durch eiszeitliche Bodenbewegungen und war einst von der Ostsee umspült. Heute liegt er unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze.

Bekannt ist der Berg vor allem auf Grund seiner Mahn- und Gedenkstätten. Im Laufe des letzten Weltkrieges wurde der Golm als Grab für gefallenen Soldaten genutzt. Die Mehrzahl dieser Soldaten wurde anonym bestattet, da ihre Identität nicht bekannt war. Das gilt auch für tausende Flüchtlinge, die im Frühjahr 1945 auf dem Golm ihre letzte Ruhestätte fanden. Im nahen Swinemüde hielten sich damals viele Flüchtlinge auf, die auf der Flucht aus den Ostgebieten und vor der Sowjetarmee waren. Ein Luftangriff auf die Stadt führte dann zu ca. 20.000 toten Zivilisten.
Nur an wenigen Orten in Deutschland sind ähnlich viele Menschen auf einmal beerdigt worden, entsprechend groß ist die Zahl der jährlichen Besucher.
Um die anonymen Grabstätten aufzuwerten, wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Gedenktafeln, Kreuze und Figuren aufgestellt. Mehrmals wurden einige Elemente durch Vandalismus beschädigt.

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