Grube Messel

- Sehenswürdigkeit -

Diese Grube ist ein ehemaliger Tagebau im hessischen Messel südlich von Frankfurt am Main. Bekanntheit hat das Gelände jedoch durch die dort gefundenen archäologischen Funde erlangt. Die Wissenschaft war begeistert von den sehr gut erhaltenen Funden.
Zunächst baute man hier so genannten Ölschiefer ab. Dabei handelt es sich um Tonschiefer mit hohem Erdölanteil. Daneben war in der Grube auch Braunkohle und Eisenerz anzutreffen. Der Abbau dauerte bis 1970.

Die abgebauten Sedimente und auch die Fossilien liegen an dieser Stelle im Boden in Folge eines Vulkanausbruchs vor fast 50 Millionen Jahren. In Folge des Ausbruchs entstand ein tiefer See, auf dessen Grund sich der Ölschiefer bildete und Tiere und Pflanzen versteinerten. Der fehlende Sauerstoff in mehreren hundert Metern Tiefe machte das möglich. So entdeckten die Forscher unter anderem sehr gut erhaltene Fossilien von Säugetieren, darunter eine frühe Pferdeart, Vögel, Raubtiere und Insekten. Anders als an vielen anderen Fundstellen wurden nicht nur versteinerte Knochen gefunden, sondern auch Abdrücke von Weichteilen.

Zwischenzeitlich war geplant, die Grube mit Müll aufzufüllen. Auf Druck der Öffentlichkeit und aufgrund behördlicher Formfehler konnte die Ausgrabungsstätte erhalten werden. Sie zählt zum so genannten Weltnaturerbe der UNESCO.