Hadrianswall

- Sehenswürdigkeit -

Der Hadrianswall im Norden Englands zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen des Landes. Es handelt sich um eine befestigte Grenze des römischen Reiches, die etwa vom 2. bis zum 5. Jahrhundert Bestand hatte. Über eine Länge von mehr als 110 Kilometern liegt der Hadrianswall nahe der heutigen Grenze zwischen England und Schottland.

Die Römer unternahmen mehrfach Versuche die gesamte britische Insel einzunehmen und zu romanisieren – letztlich konnten sie jedoch nie die Kontrolle über das gesamte Gebiet erlangen. Zum Schutz und zur Trennung von den so genannten Barbaren ließ Kaier Hadrian daher diesen Wall aus Stein inklusive einer ganzen Reihe von Kastellen errichten. Zwar versuchten die Römer auch danach noch Schottland einzunehmen und verlegten die Grenze des Reiches zeitweise weiter nach Norden bis an den später errichteten Antoniuswall. Später mussten sich die Truppen jedoch wieder an den Hadrianswall zurückziehen.

Beim Bau des Walls wurden vermutlich zuerst die Wachtürme und die großen Kastelle errichtet. Dazwischen bauten die Römer zunächst einen Erdwall statt der in anderen Regionen üblichen Palisadenbefestigungen. Grund war ein gravierender Baummangel in Britannien. Der östliche Teil des Walls wurde daher später durch eine bis zu fünf Meter hohe Mauer aus Stein ersetzt, deren Reste heute noch an vielen Stellen besichtigt werden können.