Hermannsdenkmal

- Sehenswürdigkeit -

Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald in der Nähe von Detmold in Nordrhein-Westfalen erinnert an die Varusschlacht im Jahr 9 n.Chr. der germanischen Stämme gegen ein römisches Heer unter Varus. Arminius, oder Hermann, der um 17 vor Christus geboren wurde, war ein Fürst der Cherusker, über den nur wenige biografische Daten bekannt sind. Er wurde im Zuge der Identitätssuche der Deutschen im 19. Jahrhundert zur nationalen Mythen- und Symbolfigur. Vor dem Hintergrund der Kriege gegen Frankreich und der politischen Zersplitterung Deutschlands suchte man zunehmend in der germanischen Vergangenheit nach Identitätsstiftern. Hermann, der die vielen germanischen Stämme unter sich vereinte, eignete sich sehr gut dafür. Und so wurde zwischen 1838 und 1875 das Hermannsdenkmal von Ernst von Bandel erbaut. Über die Jahrzehnte hinweg wurde das Denkmal unterschiedlich interpretiert. Zu Anfang als Symbol für die Einheit der Deutschen, für die Freiheit der Völker und gegen den Erzfeind Frankreich interpretiert, wurde es im Rahmen des Kulturkampfes Ende des 19. Jahrhunderts als Symbol gegen den Katholizismus und andere Reichsfeinde genutzt. Im 1. Weltkrieg diente es wieder als Symbol gegen Frankreich. In der NS-Zeit wurde das Denkmal nur ansatzweise von der NSDAP genutzt, von Goebbels als nationale Wallfahrtsstätte abgelehnt. Heute wird das das Hermannsdenkmal als Mahnmal für den Frieden bezeichnet.
Gegen ein Eintrittsgeld kann man den Sandsteinsockel besteigen und von dort aus den Blick auf den Naturpark Teutoburger Wald/ Eggegebirge genießen. Die Figur selbst kann auch bestiegen werden, ist aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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