Peter-Pauls-Kirche Zingst

- Sehenswürdigkeit -

Die Evangelische Peter-Pauls-Kirche befindet sich auf der Ostseehalbinsel Zingst und ist wesentlich jünger als andere sakrale Bauten der Region. Wie der Ort Zingst selbst, datiert auch die Zingster Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Errichtet wurde die Kirche auf Bitten der Zingster Einwohner, auf die ein Beschluss der preußisch-königlichen Regierung für den Kirchenbau folgte. Nach einer zweijährigen Bauzeit wurde die Peter-Pauls-Kirche 1862 feierlich geweiht. Das Bauwerk ist schlicht und turmlos und für die damalige Zeit eher untypisch. Der Architekt des im neugotischen Stils gehaltenen Bauwerks war der damalige Hofbaumeister Friedrich August Stüler. Einen erheblichen Einfluss auf den architektonischen Entwurf nahm auch König Friedrich Wilhelm IV., der dem Bauwerk Elemente des romantischen Stils einprägte.

In den Folgejahren wurde die Zingster Insel durch mehrere starke Stürme heimgesucht, die das Bauwerk immer wieder stark beschädigten. So war die Kirche bereits 20 Jahre nach der Errichtung wieder sanierungsbedürftig. Angesichts der wenigen Mittel, über die die Kirchengemeinde und die Kommune verfügten, wurden die Reparaturen teilweise von der preußischen Regierung übernommen.

Um die Jahrhundertwende konnte die Peter-Pauls-Kirche mit zwei Kronleuchtern im Kirchenschiff ausgestattet werden, die von einer großzügigen Berliner Badegastfamilie gespendet wurden. Die Skulpturen über dem Zingster Altar wurden 1862 von Reinhold Begas geschaffen. Im Jahr 2005 wurde der neue Altar, erstellt vom Holzbildhauer Ludvik Cejp aus Hannover, feierlich in einem Festgottesdienst eingeweiht. Die alten Altarfiguren wurden in die neue Altarwand eingearbeitet. Diese verbindet somit moderne und klassische Elemente miteinander.
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