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Schloss Balleroy

- Sehenswürdigkeit -

Das Schloss Balleroy


Im französischen Ort Balleroy liegt das gleichnamige Schloss Balleroy. Genauer kann das Schloss ca. 15 Kilometer von Bayeux, in der Basse-Normandie lokalisiert werden. Das Schloss und seine Außenanlagen können dabei dem klassizistischen Stil zugeordnet werden. Es gilt als frühestes Werk des Architekten François Mansart und gilt als Vorgänger des Schlosses von Versailles. Ebenso gilt es als erstes Urbanismusprojekt Frankreichs, das bedeutet, dass geplant wurde das gesamte Hofpersonal und alle wichtigen Arbeiter mit auf dem Schloss wohnen zu lassen. Der Architekt Mansart hatte das Gebäude dementsprechend ausgerichtet und gebaut.

Das Gebäude besteht aus einem imposanten Mittelpavillon, welcher drei Stockwerke umfasst, dieser wird von einem nördlichen und einem südlichen, niedrigeren Ausläufen umfasst. Das Dach des Gebäudekomplex ist komplett mit Schieferschindeln bedeckt und schließt direkt an den horizontal ausgerichteten Traufgesims an.

Besonders an dem Schloss Balleroy ist die Innenausstattung und Innengestaltung. So kann man von Außen gar nicht wirklich erkennen, wie viele Räume das Schloss eigentlich umfasst. Der Architekt Mansart arbeitete, ähnlich wie im später errichteten Versailles, mit Zwischendecken. Die Innengestaltung ist dabei im Vergleich zu anderen Bauten nicht so streng klassizistisch gehalten. Es wurde mit viel Stuck und dekorativen Türen und Fenstern gearbeitet, ohne vollständig auf die sonst übliche und vorherrschende Symmetrie zu achten.

In der zweiten Etage ist der Grand Salon zu finden. Die Decke des „Ehrensalon“ ist prunkvoll mit einem Deckengemälde gestaltet. Ein Gemälde von Apollo und Aurora wurde bereits 1670 angefertigt. Daneben sind in dem Raum viele Porträts wichtiger Persönlichkeiten der französischen Geschichte zu finden. Unter anderem sind hier Abbilder von Ludwig dem Achten und auch Anne Marie Louise d'Orléans zu finden. 

Entstanden ist das Schloss im Zeitraum von 1626 bis 1636 und es gab lediglich geringe Veränderungen am Bau, wie auch im Besitzerwechsel. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude nur geringfügig zerstört. Heute ist es im Besitz der Forbes Stiftung und wird von den Erben Malcolm Forbes verwaltet. Eine Besichtigung der Außenanlage ist immer möglich, die Innenräume können nur nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.