Schloss Hainewalde

- Sehenswürdigkeit -

Das Schloss Hainewalde



Im Bundesland Sachsen, in der Gemeinde Hainewalde, befindet sich das Neue Schloss Hainewalde. Heute befindet sich das Gebäude im Besitz der benachbarten Gemeinde Großschönau und der Schlossverein Hainewalde ist um eine stetige Restaurierung und Nutzbarmachung der Anlage bemüht.

Erbaut wurde das Schloss Hainewalde in den Jahren 1749 bis 1755 unter Samuel Friedrich von Kanitz. Dieser war in jener Zeit offizieller preußischer Kammerherr. Das ursprünglich im Barockstil erbaute Schloss erfuhr Ende des 19. Jahrhunderts große Umgestaltungen, welche die letzten großen baulichen Veränderungen der Anlage darstellen. Eine Besonderheit des Schlosses ist, das es eines der ersten Bauwerke in Deutschland war, die einen Blitzableiter besaßen. Der erste Blitzableiter wurde bereits 1781 auf dem Schloss installiert.

Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs wurde die Geschichte des Schlosses von den Gräueltaten der Nationalsozialisten überschattet. So wurde es im Jahr 1933 als Schutzlager des Konzentrationslager Hainewalde genutzt und diente ebenso bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als Wehrertüchtigungslager.

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Räumlichkeiten des Schlosses nur noch zu einem kleinen Teil  als Wohnräume genutzt bis das Schloss in dem Zeitraum 1972 bis 2004 komplett leer stand. Im Jahr 2000 wurde schließlich der „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V.“ gegründet, welcher bis heute darum bemüht ist das Bauwerk zu restaurieren und vor dem vollständigen Verfall zu schützen. Die ersten Sanierungsarbeiten wurden schließlich im Jahr 2007 am Ostflügel durchgeführt.

Heute finden in gleichmäßigen Abständen Führungen durch das Schloss statt. Ebenso wird versucht ein regelmäßiges Schlossfest zu veranstalten. Außerdem ist es immer am Tag des offenen Denkmals geöffnet, an welchem historische Bauwerke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.