Schloss Prötzel

- Sehenswürdigkeit -

Das Schloss Prötzel


Westlich des brandenburgischen Landkreises Märkisch Oderwald befindet sich die kleine Gemeinde Prötzel. Hier befindet sich auch das gleichnamige, barocke Schloss Prötzel.

Das zweigeschossige Schloss wurde Anfang des 18. Jahrhunderts innerhalb von fünf Jahren errichtet. Der damals hoch angesehene preußische Architekt Andreas Schlüter fertigte die Baupläne für das Schlösschen an und zwar im Auftrag vom damaligen preußischen Staatsminister Paul Anton von Kameke, der auch als „der große Kamecke“ bekannt war. Im Jahr 1717, als der Bau zum Schloss Prötzel abgeschlossen wurde, verstarb „der große Kamecke“. Er wurde posthum aufgrund seiner Leistungen zum Grafen ernannt.

1770 wurde der Barockbau um einen großen englischen Garten erweitert. Lange Zeit blieb das Gebäude recht unbedeutsam. Im Jahr 1800 ging der Besitz des Schloss Prötzel an die Freiherren von Eckardstein über – diese beauftragten schließlich Friedrich August Stüler, seinerzeit bedeutsamster Architekt Berlins – mit dem Umbau des gesamten Anwesens. Auch der Garten wurde den Bedürfnissen der Freiherren angepasst. Der letzte große Umbau fand erst Mitte der 1920er Jahre statt.

Letzter bedeutsamer Bewohner des Anwesens war der Nuntius Cesare Orsenigo, Vertreter des Papstes, der die Völkerrechte vertritt. Er wohnte in der Zeit des Zweiten Weltkrieges in dem Schloss und versuchte sich für den Frieden und gegen die grausamen Taten der Nationalsozialisten einzusetzen. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand das Schloss Prötzel leer. Bis heute ist das Schloss stark renovierungsbedürftig und wird nach und nach wieder hergerichtet. Dennoch ist das Schloss Prötzel eine beliebte Sehenswürdigkeit, da besonders die Außengestaltung des Barockanwesens sehr imposant ist.



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