Stuttgart Hauptbahnhof

- Sehenswürdigkeit -

Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist für den Eisenbahnverkehr in Baden-Württemberg ein ebenso wichtiger Knotenpunkt wie für den innerstädtischen Nahverkehr. An seinem heutigen Standort am Arnulf-Klett-Platz befindet er sich jedoch erst seit 1922, wobei die Bauarbeiten erst 1928 vollendet waren. Die beiden unterirdischen Teile für S-Bahn und Stadtbahn gingen derweil erst 1978 bzw. 1976 in Betrieb. Bedient wird der Bahnhof im Eisenbahnverkehr von einer Vielzahl an Regional- und Fernzügen.

Markant ist das Empfangsgebäude mit seinen Kuben und dem großen Bahnhofsturm. Das Gebäude geht auf einen Architektenwettbewerb 1910 zurück und wurde im Anschluss bis 1928 realisiert. Das durchaus wuchtig wirkende Gebäude resultiert aus der Anlage des Bahnhofs als Kopfbahnhof. Nicht weniger als 8 Bahnsteige mit 16 Gleisen existieren hier oberirdisch (2 weitere unterirdisch), die für einen regen Zugbetrieb in alle Richtungen sorgen. Die enge Lage im Stuttgarter Talkessel ist für den Bahnhof jedoch seit jeher ein Problem: die Zufahrten zu den umliegenden Bahnstrecken sind lang und langsam, in viele Richtungen muss am Hauptbahnhof umgestiegen werden.

Aus diesen und weiteren Gründen entstand das Projekt „Stuttgart 21“. Es beinhaltet den kompletten Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof unter bzw. neben dem jetzigen Bahnhofsgebäude. Dazu sind lange Tunnel zu den umgebenden Bahnstrecken geplant. Baubeginn war 2010, mit der Fertigstellung des Milliardenprojektes wird 2020 gerechnet. Kritiker bemängeln horrende Kosten, einen zu geringen Nutzen und schwere Eingriff in die Umwelt. Auch bringe Bahnreisende der neue Bahnhof kaum oder keine Vorteile. Zahlreiche andere Bahnprojekte würden zudem durch die immensen Kosten von Stuttgart 21 ausgebremst.

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