Reisetipps für einen Urlaub mit Mietwagen

Viele Urlauber reisen per Flugzeug in ferne Länder. Um auch vor Ort mobil zu sein, suchen sie oftmals einen örtlichen Mietwagenverleih auf.

Wenn Sie in Ihrem Urlaub einen Mietwagen benötigen, können Sie die Mietdauer in der Regel selbst bestimmen. Sie vereinbaren die Miete entweder für einzelne Tage, für drei Tage oder gar die gesamte Urlaubszeit. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei Selbstversorgern mit einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung. Sie sind so in der Lage, jederzeit Lebensmittel in einem entfernten Ort einzukaufen. Diese können Sie dann zu einem gegebenenfalls entlegenen Ferienhaus transportieren. Ein solcher Wagen kann direkt in einem Angebot eines Reiseveranstalters enthalten sein.

Augen auf beim Mietwagen-Mieten

Vom Preis her gibt es bei Online-Angeboten für Mietwagen kaum Unterschiede. Sie sollten aber das Kleingedruckte genau lesen. Fast ein Drittel der deutschen Urlauber benutzt das Flugzeug für die Reise in den Urlaub. Wer am Ziel über eine große Mobilität verfügen möchte, ist meist auf Mietwagen angewiesen. Zwar können Sie die an vielen Ferienorten spontan buchen, doch es gibt einige gute Gründe dafür, das noch zu Hause vor der Abreise am Computer zu erledigen.

Preisvergleiche lohnen nicht

>Grob gesagt, lässt sich der <strong>Mietwagenmarkt</strong> in zwei Gruppen aufteilen. Einerseits existieren die <strong>großen internationalen Anbiete</strong>r, namentlich  Avis, Hertz, Sixt und Europcar. Dazu kommen in jedem Land weitere <strong>lokale Anbieter</strong>, die nur hier oder sogar nur in dieser Region auf dem Markt sind. Auf den gängigen Webseiten zum Mietwagenpreisvergleich treffen alle Anbieter dann wieder aufeinander. Hinter den verschiedenen Seiten stecken oft die gleichen Buchungssysteme. Folge: der Mietwagenmarkt zeichnet sich durch eine hohe Transparenz aus. Das Angebot unterscheidet sich daher von Anbieter zu Anbieter kaum – zumindest bezogen auf jeweils eine Region.<br>
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Die hohe Markttransparenz führt dazu, dass sich auch die Preise innerhalb einer Region stark angleichen. Zwischen verschiedenen Regionen und Ländern kann es jedoch sehr große Unterschiede geben. Beispielsweise ist eine ähnliches Fahrzeug bei allen Anbietern auf den <strong> Kanarischen Inseln</strong> ähnlich teuer. In <strong><a title=Italien sind sämtliche Anbieter bei der gleichen Fahrzeugkategorie mit gänzlich anderen Preisen am Markt. Teurer als in den klassischen Urlaubsregionen wird es vor allem in entlegenen Regionen von Europa oder in Übersee. Die Preisunterschiede können zum Teil ein Vielfaches betragen. Die Gründe liegen in den lokalen Steuersätzen, unterschiedlichen Versicherungssätzen und natürlich auch in der Konkurrenzsituation. Konsequenz daraus: Preisvergleiche via Internet bringen meist keine großen Unterschiede zu Tage. Schon mit ein oder zwei Websites lässt sich ein guter Überblick über das jeweilige Preisniveau erlangen. Mehr Aufmerksamkeit als dem billigsten Preis sollten Sie allerdings den kleingedruckten Vertragsdetails widmen.

Lesen Sie unbedingt die AGBs

Und zwar am Besten schon daheim am eigenen Computer. Vor Ort am Schalter ist oft nicht genügend Zeit oder Ruhe dafür vorhanden. Auf den Webseiten der großen Anbieter findet man Vertragskonditionen unter den Menüpunkten AGBs oder Mietbedingungen. Die Texte sind zwar lang, das Durchlesen kann aber lohnen. Manch einer lokaler Anbieter versteckt hier gerne mal ganze „besondere“ Konditionen. Eine mallorcinischer Billiganbieter fordert laut AGB zum Beispiel die Rückgabe des Autos an einem speziellen Rückgabebüro – 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Andernfalls werden 50 Euro Zuschlag fällig. Der vermeintlich günstige Mietpreis ist so schnell wieder Geschichte. Andere Vermieter berechnen horrende Summer für das Nachtanken. Aufschläge von bis 200 Prozent auf den regulären Spritpreis sind durchaus möglich.

Verspätungen kosten einiges

Beliebt auch, für nur geringe Verspätungen bei der Rückgabe hohe Kosten zu berechnen. Schon 10 Minuten Verspätung versuchen dann Kosten eines ganzen weiteren Tages. Kulanzzeiten sollte man sich daher im Zweifel schriftlich geben lassen oder vor Zeugen bestätigen lassen. Auch ungewöhnlich geringe Kilometerbegrenzungen kommen bei Billiganbietern hin und wieder vor. In Punkto Versicherungsschutz gilt es ebenfalls aufmerksam zu sein. Im Ausland sind die Deckungssummen teilweise sehr gering oder bestimmte Schadensarten sind von vorn herein ausgeschlossen. Deutsche Versicherungen bieten daher so genannte "Mallorca-Policen" an. Damit wird die Versicherungslücke ausgeglichen. Trotz des Names bieten die KFZ-Haftpflichtversicherer dieses Angebot nicht nur für Mallorca an.

In jedem Fall gilt: Bewahren Sie alle Belege der Anmietung auf – mindestens bis die Miete abgebucht worden ist. Abweichende Preise, eine nicht berücksichtigte Kaution oder ein angeblich nicht voller Tank – Unstimmigkeiten mit dem Vermieter können so abgewendet werden. Aus rechtlicher Sicht lohnt daher die Buchung via Internet: Sie buchen nach deutschem Recht. Ein großer Anbieter mit klaren Bedingungen ist ohnehin einem Billiganbieter vor Ort vorzuziehen.


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